"Fridays for Future"-Demonstration im Saarland (Foto: SR)

Keine konkreten Maßnahmen für Klimaschutz

Carolin Dylla / Onlinefassung: Axel Wagner   26.03.2019 | 20:19 Uhr

Justizstaatssekretär Roland Theis (CDU) und Bildungsstaatssekretärin Christine Streichert-Clivot (SPD) stehen den „Fridays for Future“-Protesten von Schülern grundsätzlich positiv gegenüber. Konkrete Schritte, mit denen die Landesregierung auf deren Forderungen eingehen wird, sind bisher aber noch nicht beschlossen.

Protestieren fürs Klima, aber eigentlich nur schwänzen wollen: Diesen allgemeinen Vorwurf findet Bildungsstaatssekretärin Streichert-Clivot vermessen. Es sei vielmehr ein Erfolg des Bildungssystems, dass Schüler für ihre Zukunft auf die Straße gehen – weil sie erkannt haben, dass Politiker ihre selbstgesetzten Klimaschutzziele nicht einhalten.

Video [aktueller bericht, 26.03.2019, Länge: 3:31 Min.]
Regierungsmitglieder äußern sich zu „Fridays for Future“

Freitags permanent freizuhaben, um zu demonstrieren – das ist laut Justizstaatssekretär Theis nicht mit der Schulpflicht vereinbar. Trotzdem: Das Ganze „müsse irgendwo hinführen“, sagte Theis wörtlich – und brachte die Idee einer saarländischen Jugendklimakonferenz ins Spiel.

Theis: Schulen könnten Konferenz organisieren

Landespressekonferenz: "Fridays for Future"
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 26.03.2019, Länge: 01:03 Min.]
Landespressekonferenz: "Fridays for Future"

Allerdings prescht Theis in diesem Punkt nicht als Vertreter der Landesregierung nach vorn. Die Konferenz müsse nicht unbedingt ein Ministerium organisieren; das könnten zum Beispiel auch Schulen machen.

Konkrete Maßnahmen für mehr Klimaschutz, um auf die Forderungen der Schüler einzugehen, gibt es vonseiten der Landesregierung derzeit nicht. Bei den Bürgerdialogen des Ministerpräsidenten hätten Teilnehmer das Thema aber angesprochen – und die Landesregierung setze sich damit auseinander, so Regierungssprecherin Anne Funk.

Über dieses Thema hat auch der „aktuelle bericht“ im SR Fernsehen vom 26.03.2019 berichtet.

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