Veganes Gericht mit Nudeln und Soja-Bolognese (Foto: picture alliance/Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa)

Fridays for Future fordert veganes Kita-Essen

Kai Forst   02.07.2019 | 11:07 Uhr

Die Klimaschutz-Bewegung „Fridays for Future Saarland“ begrüßt den Schritt der Stadt Saarbrücken, die Kriterien für Kita-Essen zu verschärfen. Allerdings reiche das nicht. Im Sinne des Klimaschutzes sei es sinnvoll, komplett auf tierische Produkte zu verzichten.

Die Umwelt interessiere es nicht, ob der Klimawandel durch Bio-Fleisch oder Fleisch aus konventioneller Landwirtschaft beschleunigt werde. „Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass die Herstellung tierischer Produkte für einen hohen Anteil der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich ist, unabhängig davon ob bio oder nicht“, sagte Susanne Speicher von Fridays for Future Saarland.

"Menschen konsumieren zu viel Fleisch"

Daher fordert die Klimaschutz-Bewegung, dass Kindertagesstätten und Schulen auf tierische Produkte verzichten sollten. „Es wäre sicherlich kein Problem, zumindest das Essen in Kitas oder Schulen auf pflanzliche Kost umzustellen. Wer tierische Produkte unbedingt braucht, kann das ja im Privaten tun.“ Die meisten Menschen konsumierten ohnehin zu viel Fleisch, was gesundheitsschädlich sei. „Inzwischen gibt es außerdem genügend Studien, die belegen, dass vegane Kost für Kinder alles bietet, was sie brauchen. Sie muss nur gut durchdacht sein.“

Mit Blick auf den kürzlich ausgerufenen Klimanotstand müsse sich Saarbrücken verpflichtet fühlen, das Essen für Kindertagesstätten und auch Schulen klimafreundlich produzieren zu lassen. „Echter Klimaschutz“ bedeute neben der saisonalen, regionalen Bioqualität auch die drastische Reduktion tierischer Produkte.

Die Stadt Saarbrücken hatte kürzlich erklärt, nach den Problemen mit Fremdkörpern im Kita-Essen die Kriterien für Caterer zu verschärfen. Künftig soll mehr auf saisonales Essen sowie Biofleisch geachtet werden. Die städtischen Kitas in der Landeshauptstadt orientieren sich bei ihren Speiseplänen an den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Nach diesen Kriterien steht in den Einrichtungen zweimal wöchentlich Fleisch auf dem Speiseplan sowie einmal Fisch.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 02.07.2019 berichtet.

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