Eine Frau steht in einem Büro und erklärt eine projezierte Grafik (Foto: picture alliance / Tobias Kleinschmidt/dpa Bildfunk)

Immer mehr Frauen erwerbstätig

  10.10.2018 | 16:33 Uhr

Die Frauenerwerbsquote im Saarland ist seit 2005 um 15 Prozent gestiegen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Industrie- und Handelskammer (IHK) hervor. Der steile Aufstieg sei aber das Ergebnis einer niedrigeren Ausgangsbasis. Zudem sei in einigen Altergruppen der Rückstand zum Bundesschnitt weiterhin hoch.

„Die positive Entwicklung der Frauenerwerbsquote ist ein wichtiger Meilenstein für mehr Fachkräfte im Saarland“, so IHK-Geschäftsführer Carsten Meier. Mit 71,2 Prozent liege das Saarland beim Niveau-Ranking der Bundesländer trotzdem weiterhin deutlich unter dem Bundesschnitt (74,0 Prozent).

Rückstand zum Bund weiterhin hoch

Ursächlich für die niedrige Gesamtquote im Saarland ist aus Sicht der IHK insbesondere der geringere Anteil der erwerbstätigen Frauen in der Gruppe der Ü55-Jährigen (62 Prozent) und in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen (74,1 Prozent). Hier betrage der Rückstand gegenüber dem Bund jeweils gut fünf Prozentpunkte. Bei den 35- bis 44-Jährigen liegt er hingegen knapp über dem Bundesschnitt.

Hauptgrund für den Rückstand insgesamt gegenüber den Bundesschnitt ist nach Ansicht der IHK zumindest bei den älteren Jahrgängen die montan-industrielle Vergangenheit sowie der höhere Anteil an Schichtarbeit in der Saarwirtschaft. Die Rahmenbedingungen entsprächen nicht den Vorstellungen von einer familienfreundlichen Arbeitswelt.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 10.10.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen