Die französische Flagge vor dem Eiffelturm (Foto: dpa)

Saar-Politik setzt alle Hoffnung auf Macron

  24.04.2017 | 15:33 Uhr

In der zweiten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen am 7. Mai hoffen die saarländischen Parteien vor allem auf den parteilosen Kandidaten Macron. Erschüttert zeigten sie sich über das Abschneiden von Le Pen in vielen Grenzgemeinden.

Erleichterung über den Wahlausgang in Frankreich - das ist der gemeinsame Nenner von CDU, SPD, Linken und Grünen. Dass der parteilose Emmanuel Macron und nicht wie befürchtet die rechtsextreme Le Pen als Sieger aus der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen hervorgegangene ist, haben die Parteien mit Wohlwollen zur Kenntnis gekommen. Der noch amtierende SPD-Fraktionschef Stefan Pauluhn sagte, seine Hoffnung sei nun gestiegen, dass Macron auch die zweite Runde gewinnen werde.

Auch der frisch im Amt bestätigte Fraktionsvorsitzende der CDU, Tobias Hans, zeigte sich erleichtert. Allerdings sei er besorgt über die starken Werte des rechten Front National in der Grenzregion. Insgesamt seien die etablierten Parteien gefordert, auch die Menschen zu erreichen, die sich abgehängt fühlen.

Linken-Fraktionschef Oskar Lafontaine begrüßte das Ergebnis zwar auch, warnte aber davor, dass auch Macron eine neoliberale Politik betreibe. Die spiele den rechten Parteien überhaupt erst in die Hände.

Erste Reaktionen vom Sonntagabend

Die Bundesvorsitzende der Grünen, die Saarländerin Simone Peter, schrieb bereits am Sonntagabend per Kurznachrichtendienst Twitter "Le Pen auf Platz 2 verweisen". Sie wertete es als positives Zeichen, dass Macron in der Wählergunst knapp vorne lag.

Der saarländische SPD-Europaabgeordnete Jo Leinen teilte mit, zwar sei die Unterstützung von nationalistischen Parolen des Front National erschreckend und besorgniserregend. "Die französischen Wählerinnen und Wähler haben es nun in der Hand, im zweiten Wahlgang für ein europäisches Frankreich und gegen Abschottung und Nationalismus zu stimmen."

Stichwahl zwischen Macron und Le Pen

Bei den französischen Präsidentschaftswahlen wird es zur Stichwahl zwischen dem parteilosen Emmanuel Macron und Marine Le Pen vom Front National kommen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 24.04.2017 berichtet.

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