Saarstahl, Werk Burbach (Foto: Saarstahl/Pressefoto)

Verlagert Saarstahl Teile der Produktion ins Saarland?

Yvonne Schleinhege / Onlinefassung: Anja Geis   18.11.2021 | 18:10 Uhr

In Frankreich befürchten Gewerkschaften, dass Saarstahl Teile der Produktion vom nordfranzösischen Standort Ascoval zeitweise ins Saarland verlagert. Nach Angaben von Saarstahl sei noch keine Entscheidung gefallen.

Die französischen Gewerkschaften CGT und CFDT rechnen damit, dass Saarstahl bis März 2022 rund 40 Prozent der Produktion des nordfranzösischen Stahlwerks Ascoval ins Saarland verlegen wird.

Saarstahl hat die Angaben nicht bestätigt. Auf SR-Anfrage erklärte das Unternehmen, es seien noch keine Entscheidungen gefallen.

Gewerkschaften befürchten endgültige Verlagerung

Man prüfe verschiedene Möglichkeiten. Als Grund für die mögliche Verlagerung werden die gestiegenen Stromkosten in Frankreich genannt.

Die Gewerkschaften in Frankreich fürchten, dass aus der vorrübergehenden Verlagerung eine endgültige werden könnte.

Am Abend soll es nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP in Paris ein Treffen zwischen Saarstahl und dem französischen Wirtschaftsministerium geben.

Produktion von CO2-freiem Stahl

Am Standort Ascoval mit 270 Mitarbeitern wird Stahl in einem Elektrohochofen gewonnen. Unter anderem werden dort Vorprodukte für den Schienenbau produziert. Saarstahl hatte das Werk in diesem Jahr erworben, um CO2-freien Stahl herzustellen zu können.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 18.11.2021 berichtet.

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