Einkauf im Supermarkt (Foto: dpa)

CDU und SPD gegen Lebensmittel-Mindestpreise

mit Informationen von Janek Böffel   03.02.2020 | 20:40 Uhr

Die Fraktionen im saarländischen Landtag unterstützen Forderungen nach einem Ende von Dumpingpreisen auf Lebensmittel. Über die geeigneten Wege dahin gibt es jedoch unterschiedliche Meinungen.

Staatlich festgelegte Mindestpreise seien der falsche Weg, den Dumpingpreisen bei Nahrungsmitteln ein Ende zu bereiten, glaubt CDU-Fraktionschef Alexander Funk. Man lebe schließlich in einer Marktwirtschaft. Er plädiert für einen Bewusstseinswandel hin zu mehr Wertschätzung fürs Essen.

Werbeverbot für Dumpingpreise gefordert

Auch SPD-Fraktionschef Ulrich Commerçon hält nichts von Mindestpreisen. Er fordert stattdessen ein Werbeverbot für Dumpingpreise.

Die AfD hingegen hält Verbote von Dumpingpreisen für machbar - auch aus marktwirtschaftlicher Sicht, so Fraktionsvize Rudolf Müller. Die Linke warnt allerdings vor zu viel Zug an der Preisschraube. Man dürfe nicht nur Politik für die urbanen Eliten machen, sagt Fraktionsgeschäftsführer Jochen Flackus. Die Menschen müssten sich die Lebensmittel auch leisten können. Die Politik müsse sich eher mit den großen Handelsketten anlegen.


Weitere Informationen:

Interview: Weimar-Ehl, Verbraucherzentrale des Saarlandes, zu den Lebensmittelpreisen
"Man kann nicht die ganze Verantwortung dem Verbraucher überlassen"

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 03.02.2020 berichtet.

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