Schülerinnen strecken während des Deutschunterrichts in einem Gymnasium ihre Hände nach oben. (Foto: picture alliance / Felix Kästle/dpa | Felix Kästle)

Landeselternvertretung legt Forderungen zu Bildungspolitik vor

Stephan Deppen / Onlinefassung: Anne Staut   13.04.2022 | 13:31 Uhr

Die Landeselternvertretung der Gymnasien hat der künftigen SPD-Landesregierung einen zehn Punkte umfassenden Aufgabenkatalog zur Bildungspolitik vorgelegt. Der sieht unter anderem die Wiedereinführung von G9 vor.

Die SPD kann nach ihrem deutlichen Sieg bei der Landtagswahl im Saarland in der kommenden Legislaturperiode allein regieren. Damit kann sie nun auch ihre bildungspolitischen Ziel umsetzen.

Forderungskatalog der LEV

"Das Schwarze-Peter-Spiel mit einem angeblich alles blockierenden Koalitionspartner hat durch die absolute Mehrheit der SPD ein Ende", so die Landeselternvertretung (LEV) in Richtung neue Regierung. In zehn Punkten hat die LEV ihre konkreten Forderungen zusammengefasst.

Dazu gehören unter anderem die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums, 600 zusätzliche ausgebildete Lehrkräfte, der Erhalt der freiwilligen Ganztagsangebote landesweit, eine vierte Sportstunde und flexible Förderangebote.

Mehr Mitwirkung für Eltern

Die schon angekündigte Einführung von Informatikunterricht dürfe nicht zu Lasten anderer Fächer gehen. Gesellschaftswissenschaftliche Fächer wie Geschichte und Politik müssten gestärkt werden.

Darüber hinaus fordert die Elternvertretung, das Schulmitbestimmungsgesetz neu zu fassen, um die Mitwirkungsmöglichkeiten der Eltern zu stärken. Ziel müsse eine kostenfreie und talentbasierte Bildung der Kinder sein, so die Vertretung der Gymnasialeltern. Sie stehe bereit, diesen Weg im engen Dialog zu begleiten.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Runschau am 13.04.2022 berichtet.

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