Gesundheitsamt (Foto: dpa/Picture alliance/Rebert Schlesinger)

Gesundheitsämter sollen gestärkt werden

Carolin Dylla   02.11.2020 | 16:18 Uhr

Die SPD-Fraktion im Landtag hat einen Katalog mit fünf Forderungen vorgelegt, um den öffentlichen Gesundheitsdienst im Saarland zu stärken. Zentraler Punkt: mehr Personal für die Gesundheitsämter, um die Kontaktnachverfolgung weiterhin zu gewährleisten.

Angesichts des massiven Anstiegs der Corona-Infektionszahlen fordert die SPD im Landtag, die Personalausstattung der Gesundheitsämter im Saarland deutlich zu erhöhen. Ziel ist laut dem Papier eine Mindest-Personalausstattung der Gesundheitsämter von 20 Vollzeitkräften pro 20.000 Einwohner – statt wie aktuell fünf.

Landespressekonferenz zur medizinischen Versorgung (02.11.2020)
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 02.11.2020, Länge: 02:45 Min.]
Landespressekonferenz zur medizinischen Versorgung (02.11.2020)

Beamte aus dem Ruhestand holen

Landespressekonferenz: Stärkung der Gesundheitsämter und mehr Mitbestimmung
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 02.11.2020, Länge: 03:04 Min.]
Landespressekonferenz: Stärkung der Gesundheitsämter und mehr Mitbestimmung

Das soll erreicht werden, indem zum Beispiel Beamte aus dem Ruhestand geholt werden oder Callcenter Personal bereitstellen, das dann entsprechend geschult werden könnte. SPD-Fraktionschef Ulrich Commerçon betonte, das Parlament habe sich im Sommer durchgehend mit der Frage beschäftigt, wie die öffentlichen Gesundheitsdienste auf eine zweite Welle vorbereitet werden könnten. Er sei davon ausgegangen, dass auch die Landesregierung die entsprechende Vorsorge tatsächlich getroffen habe.

Bürger sollen sich an Corona-Regeln halten

CDU-Fraktionschef Alexander Funk antwortete auf die Frage, weshalb das offenbar nicht ausreichend geschehen sei, ausweichend: Die Politik könne ja nicht zaubern. Funk appellierte stattdessen an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger, sich an die Corona-Regeln zu halten. Der parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Jochen Flackus, kritisierte Versäumnisse auf Bundes- und Landesebene. Unter anderem sei über den Sommer nicht an einer besseren Datengrundlage über die Verbreitung des Corona-Virus gearbeitet worden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 02.11.2020 berichtet.

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