Ford Werk Saarlouis (Foto: picture alliance / dpa)

Ford - zweitgrößter Arbeitgeber im Saarland

  11.12.2018 | 18:42 Uhr

Nicht nur für die Beschäftigten war die Nachricht ein Schock: Ford will offenbar im Werk Saarlouis 1600 Jobs abbauen. Das versetzt auch die Politik in Aufruhr, denn im Autoland Saarland ist die Branche Schlüsselindustrie.

Mit 6700 Beschäftigten inklusive Leiharbeitern waren die Ford-Werke in Saarlouis 2017 der zweitgrößte Industriearbeitgeber im Saarland. Nur beim Getriebehersteller ZF arbeiteten hierzulande mehr Menschen (8400).

Aktuell arbeiten laut Ford 5785 festangestellte Mitarbeiter im Saarlouiser Werk. Das sind in etwa so viele wie bei dessen Eröffnung im Jahr 1970. Im ersten Jahrzehnt seiner Existenz stieg die Zahl der Beschäftigten nahezu stetig an, bis sie 1980 ihren Höhepunkt erreichte (8489). Danach ging es ebenso stetig wieder bergab. 1996 sank die Zahl erneut unter 6000. Seitdem schwankt die Zahl um die Sechstausendermarke, mit Ausschlägen von 6869 (2003) bis 5532 (2014).

Doch nicht nur die Werksarbeiter stehen durch Ford in Lohn und Brot. Etwa 20 Automobilzulieferer produzieren laut dem Netzwerk Automotive Saarland in direkter Nachbarschaft für das Ford-Werk in Saarlouis – die meisten von ihnen im Ford Industrial Supplier Park. Weitere 2500 Arbeitsplätze hängen so von dem Hersteller ab.

Inklusive seiner Zulieferer stellt Ford rund ein Fünftel der Beschäftigten (9000) in der saarländischen Automobilindustrie (44.000) - dem wichtigsten Industriezweig hierzulande.

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