Ford Logo (Foto: dpa/Daniel Karmann)

Ford-Chef: Standort Saarlouis hat Zukunft

Karin Mayer   08.05.2019 | 16:38 Uhr

Das Ford-Werk in Saarlouis wird eine Zukunft haben. So hat sich Ford-Chef Gunnar Herrmann beim AKJ Automotive Kongress in Saarbrücken geäußert. Allerdings schloss er nicht aus, dass weitere Stellen wegfallen.

Dem SR sagte Herrmann, der Standort liege ihm außerordentlich am Herzen. Er wolle das Werk zukunftsfähig aufstellen. Dazu gehörten auch neue Antriebe. Anfang nächsten Jahres solle bereits der Focus Mild Hybrid auf den Markt kommen.

Video [aktueller bericht, 08.05.2019, Länge: 3:29 Min.]
Automotive Kongress in Saarbrücken

Bei der Weiterentwicklung der Elektromobilität müsse man allerdings davon ausgehen, dass dann ein weiterer Personalabbau notwendig sei. Die Fertigungstiefe beim Elektroauto sei geringer. Allerdings würden dann auch neue Qualifikationen und neue Berufe gebraucht.

CO₂-Ausstoß in Produktion steigt

Ford-Chef verspricht Zukunft für Standort Saarlouis
Audio [SR 3, Karin Mayer, 08.05.2019, Länge: 03:10 Min.]
Ford-Chef verspricht Zukunft für Standort Saarlouis

Die strengen CO₂-Vorgaben der EU bezeichnete Herrmann als den falschen Weg. Die Autohersteller könnten die Vorgaben nur mit dem Elektroauto erfüllen. In der Produktion steige dadurch aber der CO₂-Ausstoß. Das werde von der Politik nicht berücksichtigt.

Bis Ende 2020 will Ford in Deutschland 5400 Arbeitsplätze abbauen. Im Saarlouiser Ford-Werk fallen 1000 Stellen für Leiharbeitnehmer und 640 Stellen für festangestellte Mitarbeiter weg.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 08.05.2019 berichtet.

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