Das Ford-Werk in Saarlouis (Foto: Imago/Becker & Bredel)

Ford verlängert Shutdown wegen Corona

Karin Mayer   03.04.2020 | 13:04 Uhr

Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie bleiben die Ford-Werke in Europa - und damit auch in Saarlouis - bis zum 4. Mai geschlossen. Das teilte der Konzern am Freitag mit. Ursprünglich war der Shutdown bis zum 20. April vorgesehen.

Der Betriebsratsvorsitzende von Ford Saarlouis sagte dem SR, inzwischen sei klar, dass die Abläufe am Band angepasst werden müssen. Der Schutz der Mitarbeiter müsse bei einem Neustart der Produktion eingehalten werden. Das Unternehmen wolle damit einen Beitrag dazu leisten, die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, so Lars Desgranges von der IG Metall Völklingen.

In bestimmten Bereichen der Produktion sei es schwer, die nötigen Sicherheitsabstände einzuhalten. Das Unternehmen suche nun nach Schutzausrüstungen, um Ansteckung beim Anlaufen der Produktion zu vermeiden. Diese sei derzeit noch nicht verfügbar.

Nachfrage eingebrochen

Ein weiterer Grund sei aber auch die eingebrochene Nachfrage. Derzeit seien die Möglichkeiten zum Autokauf eingeschränkt. Das zeige sich bei den Bestellungen. Die Betriebsvereinbarung zur Kurzarbeit muss nun verlängert werden. Die Verhandlungen laufen nach Angaben der IG Metall derzeit. 

Seit dem 19. März ruht die Produktion von Ford in Saarlouis, Köln, Valencia und Kraiowa. Auch die Motorenwerke in Großbritannien ruhen inzwischen. Ford-Europa-Präsident Stuart Rowley hofft, dass sich die Lage im kommenden Monat verbessert. Ford hat in Europa 22.000 Beschäftigte, etwa 5000 in Saarlouis.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 03.04.2020 berichtet.

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