Corona-Schutzmaßnahmen in den Ford-Werken (Foto: obs/Ford-Werke GmbH)

Ford-Produktion in Saarlouis startet am 4. Mai

mit Informationen von Karin Mayer   28.04.2020 | 12:29 Uhr

Der Autohersteller Ford nimmt die Produktion am 4. Mai wieder auf. Wie das Unternehmen bestätigt, soll in Saarlouis, Köln, Valencia und Craiowa in Rumänien wieder gearbeitet werden. Die Motorenwerke in Spanien sollen am 18. Mai wieder anlaufen, die in Großbritannien zu einem späteren Zeitpunkt.

Europa-Chef Stuart Rowley sagte, das Arbeitsumfeld müsse für den Start vorbereitet werden. In der Produktion müssten die Abstandsregeln und Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Ford-Deutschland-Chef Gunnar Hermann betonte, die Gesundheit der Beschäftigten habe oberste Priorität.

Schutzmasken nun Pflicht

Ford-Chef: "Hier ist so ziemlich jeder Arbeitsplatz neu definiert worden"
Audio [SR 3, Karin Mayer, 30.04.2020, Länge: 02:12 Min.]
Ford-Chef: "Hier ist so ziemlich jeder Arbeitsplatz neu definiert worden"

Das Schutzkonzept sieht unter anderem vor, dass bei jedem, der das Werksgelände betritt, künftig vorher die Körpertemperatur gemessen wird. Die Mitarbeiter müssen zudem auf dem gesamten Werksgelände Atemschutzmasken und gegebenenfalls sogar Schutzvisiere tragen. Ford habe bereits mit einer Produktion dieser Schutzausrüstung für den Eigenbedarf begonnen. Zudem wurden Arbeitsbereiche so organisiert, dass möglichst der Mindestabstand eingehalten werden kann.

Konkrete Kundenbestellungen im Vordergrund

Die Produktion beginnt nach Unternehmensangaben zunächst auf einem niedrigen Niveau. Im Vordergrund stünden die Fahrzeuge, die bereits konkret von Kunden bestellt worden seien. Nach und nach soll die Kapazität dann wieder hochgefahren werden - je nach Kundennachfrage und Leistungsfähigkeit der Zulieferer.

Zum 4. Mai werden noch nicht alle Bereiche wieder ihre Arbeit aufnehmen. Das soll schrittweise geschehen. Den Anfang machen nach Unternehmensangaben die Abteilungen, die für den Wiederanlauf der Produktion zuständig sind. Mitte März hatte Ford seine europäischen Werke wegen des hohen Infektionsrisiko und einem enormen Nachfragerückgang geschlossen.

Über dieses THema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 28.04.2020.

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