Stahlgießerei (Foto: Imago/Super Express)

Mögliche Lösung bei Bundesgeldern für Saar-Stahlindustrie

mit Informationen von Yvonne Schleinhege   17.09.2021 | 13:00 Uhr

In der Auseinandersetzung um Fördergelder zum klimaneutralen Umbau der saarländischen Stahl-Industrie scheint sich eine Lösung abzuzeichnen. Es geht um eine Fördersumme von insgesamt 400 Millionen Euro.

400 Millionen Euro sollen aus dem Bund ins Saarland zur Aufbau einer Wasserstoff-Wirtschaft fließen. So hatte es das Bundeswirtschaftsministerium beschlossen. Doch fraglich war, ob die saarländischen Stahlunternehmen nicht nur die Investitionen für den Einsatz von Wasserstoff im Hochofen gefördert bekommen, sondern auch die Betriebskosten. Hier hatte das Bundesumweltministerium eine entsprechende Förderung abgelehnt.

Warten auf Grünes Licht aus Brüssel

Nach SR-Informationen hat es nun in der vergangenen Woche ein Gespräch zwischen dem Bundesumweltministerium, dem Bundeswirtschaftsministerium, dem saarländischen Wirtschaftsministerium und der Stahl-Holding-Saar (SHS) gegeben. Dabei zeichnete sich ab, dass das Bundeswirtschaftsministerium diese Förderung übernehmen könnte.

Allerdings muss die EU noch zustimmen. Sollte Brüssel grünes Licht geben, könnten 400 Millionen Euro Fördermittel für den Aufbau einer Wasserstoff-Wirtschaft fließen.

Weitere Förderung möglich

Darüber hinaus hat die Stahl-Holding-Saar offenbar eine Förderantrags-Skizze für die Investitionen in einen Elektrostahlofen eingereicht. Dies wäre der zweite Schritt hin zur klimaneutralen Stahlindustrie.

Nach SR-Informationen hat das Bundesumweltministerium signalisiert, dass eine Förderung möglich wäre. Dabei geht es um mehr als 200 Millionen Euro Fördermittel, bei Gesamtinvestitionen zwischen 500 und 600 Millionen Euro. 

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 17.09.2021 berichtet.

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