Nohfelden (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

150 Förderanträge für ländlichen Raum

Florian Mayer   12.11.2019 | 16:41 Uhr

Ein gutes halbes Jahr nach Beginn eines neuen Förderprogramms zur Stärkung des ländlichen Raums sind im Saarland 150 Förderanträge gestellt worden. 50 davon konnten bislang bearbeitet werden, teilte die Landesregierung mit.

Unter den bislang geförderten Maßnahmen befinden sich modernisierte Dorfläden, behindertengerechte Gebäudezugänge und die Wiederbelebung von Leerständen. Kurz vor der Halbzeit der Legislaturperiode ist das für CDU-Innenminister Klaus Bouillon ein Beweis für die gute Zusammenarbeit in der saarländischen GroKo.

Video [aktueller bericht, 12.11.2019, Länge: 2:35 Min.]
Die Förderung des ländlichen Raums

Im April hatten die Minister Reinhold Jost (SPD) und Klaus Bouillon (CDU) verkündet, dass von 2019 bis 2021 fünf Millionen Euro an Bundesmitteln für die Kommunen zur Dorfentwicklung bereitgestellt würden. Mehr als zwei Millionen Euro vom Land sollten bis 2020 noch dazukommen.

Umsetzungsprobleme bei den Kommunen

Allerdings hätten Kommunen oft ein Umsetzungsproblem, wenn es darum gehe, schnell Anträge für solche Fördermaßnahmen zu stellen, erklärte Bouillon. So bleiben laut Jost voraussichtlich in diesem Jahr zwischen 500.000 und 600.000 Euro an nicht abgerufenen Bundesmitteln zur Dorfentwicklung übrig. Aufgrund der hohen Nachfrage zeigte sich Jost aber zuversichtlich, dass 2020 alle Mittel abgerufen würden.

Einigkeit herrscht unter beiden Ministern darüber, dass der Bund seine Fördermethoden umdenken müsse: Bouillon und Jost wollen sich dafür stark machen, dass nicht abgerufene Bundesmittel künftig nicht mehr am Ende des Jahres zurückgezahlt werden müssen, sondern in den Ländern bleiben.

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