Eine Frau unterschreibt einen Arbeitsvertrag (Foto: picture alliance/Jan-Philipp Strobel/dpa)

Frauen-Flüchtlingsprojekt weiteres Jahr gesichert

  22.12.2019 | 13:27 Uhr

Das saarländische Sozialministerium hat kurzfristig eine 30.000-Euro-Förderung für das Mentoring Netzwerk für Migrantinnen beschlossen (MiNeT Saar). Mit dem Programm werden gut ausgebildete Migrantinnen bei der Suche nach einem passenden Job unterstützt.

Weil Fördermittel vom Bund und der EU ausliefern, stand der Fortbestand des Frauennetzwerkes auf der Kippe. Mit der einmaligen Förderung durch das Sozialministerium kann das Projekt nun zumindest ein weiteres Jahr weiterlaufen.

Darüber hinaus kündigte Sozialministerin Monika Bachmann (CDU) an, das Thema auch bei der kommenden Gleichstellungs- und Frauen-Minister/innenkonferenz (GFMK) anzusprechen. "Wir setzen darauf, dass wir durch eine Diskussionen über dieses Thema im Rahmen der GFMK auf Sicht auch eine finanzielle Beteiligung des Bundes an diesem Projekt erreichen können", so Bachmann.

Vermittlung von Mentorinnen

Mit dem Projekt MiNeT Saar werden Frauen, die in ihren Heimatländern eine gute Ausbildung genossen hatten, bei der Suche nach passenden Jobs in Deutschland unterstützt. Das Projekt vermittelt Migrantinnen an Mentorinnen aus Deutschland, die ihnen dabei helfen sollen, ihr Potenzial zu erschließen und sich auf dem deutschen Arbeitsmarkt zurecht zu finden.

Der saarländische Arbeitsmarkt sei sehr industrielastig und eher auf Männer ausgerichtet, heißt es auf der Webseite des Projekts. Zudem hätten Migrantinnen kaum persönliche oder berufliche Netzwerke. Eine Mentorin könne hier viele Türen öffnen.

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