Ein F16-Kampfflugzeug der US Air Force (Foto: picture alliance/Mircea Rosca/epa/dpa)

Petry fordert von AKK mehr Einsatz gegen Fluglärm

  08.01.2020 | 12:21 Uhr

Fluglärm über dem Saarland – seit Jahren ein Dauerthema, unter dem vor allem die Menschen im Nordsaarland leiden. Mit dem Amtsantritt der früheren Saar-Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer (CDU) als Bundesverteidigungsministerin stieg auch die Hoffnung auf eine Besserung der Situation. Laut dem SPD-Bundestagsabgeordneten Petry ist seitdem aber nichts passiert.

Zügig wollte sich die neue Bundesverteidigungsministerin nach ihrem Amtsantritt im vergangenen Juli mit dem Fluglärm im Nordsaarland befassen. Die militärischen Übungsflüge sollten überprüft und der Austausch mit dem saarländischen Innenminister Klaus Bouillon (CDU) intensiviert werden, sagte Annegret Kramp-Karrenbauer. Passiert ist seitdem laut dem saarländischen Bundestagsabgeordneten Christian Petry (SPD) aber offenbar nichts.

"Konkrete Maßnahmen zur Reduzierung des Fluglärms, wie eine gerechtere Verteilung von militärischen Übungsflügen über ganz Deutschland, bleibt AKK ebenso schuldig wie der auf Landesebene zuständige Innenminister Bouillon", sagte Petry. So habe das Bundesverteidigungsministerium auf Anfrage lediglich mitgeteilt, in Absprache mit der US-Luftwaffe freiwillige Selbstbeschränkungen zu prüfen.

"Wirkt schlicht unbeholfen"

"Das Pochen auf eine freiwillige Selbstbeschränkung der militärischen Streitkräfte ändert an dem Problem des überproportionalen Fluglärms im Saarland nichts und wirkt schlicht unbeholfen. Sowohl AKK als auch Bouillon sind hier in der Bringschuld und müssen endlich echte Lösungen liefern", so Petry.

Vor einigen Wochen hatte die Bürgerinitiative gegen Fluglärm die Bilanz für das Jahr 2019 veröffentlicht. Demnach hat der Fluglärm über dem Saarland zum dritten Mal in Folge zugenommen. 860 Stunden lang wurde die militärische Übungszone TRA Lauter genutzt. Der größte Anteil des Fluglärms gehe dabei auf das Konto der US-Streitkräfte. Vor allem Kampfjets aus Spangdahlem nutzten die Flugzone den Angaben zufolge ausgiebig.

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