Bauarbeiten am Flughafen Saarbrücken-Ensheim (Foto: Imago/Becker&Bredel)

Arbeiten am Saarbrücker Flughafen im Zeitplan

mit Informationen der dpa   19.03.2019 | 12:43 Uhr

Der Einbau des bundesweit ersten Notbremssystems für Flugzeuge am Saarbrücker Flughafen kommt voran. Wie der Geschäftsführer des Airports, Thomas Schuck, mitteilte, liegen die Arbeiten voll im Zeitplan. Um sich über das System zu informieren, kamen am Dienstag Experten aus aller Welt nach Ensheim.

Am Dienstag trugen Arbeiter eine dünne Betondecke auf ein Bett aus speziellem Schaumglas auf. Darin sollen Maschinen im Notfall am Ende der Landebahn einsinken und abgebremst werden. In den nächsten Tagen werde der Beton auf der 85 mal 45 Meter großen Notfallzone austrocknen, sagte der Geschäftsführer des Flughafens Saarbrücken, Schuck.

Kosten betragen rund 4,3 Millionen Euro

Für die Installation des Notstopps EMAS (Engineered Materials Arresting System) ruht in Saarbrücken der Flugbetrieb für 20 Tage noch bis zum 30. März. Wie Airport-Sprecher Ludwin Vogel mitteilte, fallen in dieser Zeit insgesamt 84 Flüge (Hin- und Rückflüge) aus. Mit EMAS wolle man mehr Sicherheit für Piloten und Passagiere schaffen und den Airport zukunftssicher machen. Die Kosten betragen rund 4,3 Millionen Euro. Im Schaumglas könnten Flugzeuge, die über die Piste hinausschießen, einsinken wie Lastwagen im Kiesbett.

Video [aktueller bericht, 19.03.2019, Länge: 2:54 Min.]
Bauarbeiten auf Rollfeld des Flughafens Saarbrücken im Zeitplan

Bei den Arbeiten in Saarbrücken waren am Dienstag Experten aus aller Welt vor Ort, um sich über das System zu informieren - darunter Flughafenbetreiber aus Honduras, Brasilien, Italien und Frankreich, wie Vogel sagte. In den USA sind bereits rund 70 Airports mit EMAS-Systemen ausgestattet, in Europa sind es bisher lediglich Madrid und Zürich.

Über dieses Thema hat auch die Region am Mittag auf SR 3 Saarlandwelle am 19.03.2019 berichtet.

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