Flughafen Saarbrücken (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Berlin-Strecke macht dem Flughafen Hoffnung

Karin Mayer   18.01.2020 | 09:26 Uhr

Der Flughafen Saarbrücken will auf der Berlin-Strecke Fluggäste zurückgewinnen. Jürgen Barke, Aufsichtsratsvorsitzender des Flughafens Saarbrücken, sieht in der Flugverbindung nach Berlin großes Potenzial. Der neue Anbieter DAT stimmt ihn optimistisch.

Interview der Woche: Flughafen-Aufsichtsratschef Jürgen Barke
Audio [SR 2, Karin Mayer, 18.01.2020, Länge: 15:36 Min.]
Interview der Woche: Flughafen-Aufsichtsratschef Jürgen Barke

Im SR Interview der Woche sagte Jürgen Barke, Aufsichtsratsvorsitzender des Flughafens Saarbrücken, die Verbindung in die Bundeshauptstadt habe ein Potenzial von 100.000 Fluggästen. Der neue Anbieter DAT sei mit günstigeren Ticketpreisen (ab 120 Euro) gestartet. Vor diesem Hintergrund erwarte er steigende Nachfrage. Jetzt gehe es darum auch am Wochenende wieder Kunden zurückzugewinnen. Im vergangenen Jahr sind knapp 80.000 Passagiere mit Luxair nach Berlin geflogen.

Im Interview der Woche betonte Barke die Bedeutung der Berlin-Verbindung für den Flughafen. Durch die Linienverbindung sei der Flugbetrieb im gesamten Jahr gewährleistet. Im Winterflugplan gebe es nur die Berlin- und die Hamburg-Verbindung. Damit werden 110 Mitarbeiter das ganze Jahr über beschäftigt. Ohne Berlin-Verbindung wäre das schwierig geworden.

Airport muss attraktiver werden

Der Flughafen sei für das Saarland nach wie vor von besonderer Bedeutung. Die Anbindung an die Bundeshauptstadt sei für die Wirtschaft und die Menschen im Land wichtig. Dass es gelungen sei, wieder eine dauerhafte Verbindung anzubieten, habe auch mit der Bedeutung der Strecke zu tun.

Barke sieht aber auch die Notwendigkeit den Flughafen Saarbrücken weiterzuentwickeln. Das Freizeitverhalten verändere sich, darauf müsse der Flughafen reagieren. Die Verweil-Atmosphäre am Flughafen könne noch verbessert werden. Der Flughafen müsse auch als Standort für Werft-Betriebe attraktiv sein.

Über dieses Thema hat auch die SR 2-"Bilanz am Mittag" am 18.01.2020 berichtet.

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