Flughafens Hahn (Foto: dpa | Thomas Frey)

Insolvenzverfahren für Flughafen Hahn eröffnet

  02.02.2022 | 14:27 Uhr

Das Insolvenzgericht Bad Kreuznach hat das Insolvenzverfahren zum Flughafen Frankfurt-Hahn eröffnet. Unter anderem fordert das Land Rheinland-Pfalz Beihilfen über mehr als zehn Millionen Euro zurück. Der Betrieb soll vorerst weitergehen.

Für den Flughafen Hahn hat das Insolvenzverfahren begonnen. Der Flughafen hatte im Oktober vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet. Wie das zuständige Gericht in Bad Kreuznach bestätigt, sind davon insgesamt fünf Hahn-Gesellschaften betroffen.

Fünf Gesellschaften betroffen

Dazu gehören auch die Betreibergesellschaft Flughafen Frankfurt Hahn GmbH und zwei Tochtergesellschaften der chinesischen HNA-Gruppe. Diese hatte 2017 die Mehrheitsanteile des Landes Rheinland-Pfalz am Flughafen übernommen. Das waren 82,5 Prozent. Bei einer sechsten Gesellschaft, der für die Betankung zuständigen Jet Fuel Hahn GmbH, läuft noch die Prüfung für ein Insolvenzverfahren.

Das Gericht hat Gläubiger aufgefordert, ihre Ansprüche beim Insolvenzverwalter anzumelden. Unter anderem verlangt das Land Rheinland-Pfalz gezahlte Beihilfen in Höhe von mehr als zehn Millionen Euro zurück.

Plathner hofft auf Weiterbetrieb

Der Flugbetrieb am Hahn geht zur Zeit weiter. Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner sagte, das sei ein kleiner Teilerfolg. „Allerdings müssen wir prüfen, wie lange der Betrieb aufrecht erhalten werden kann.“ Dies werde auch davon abhängen, wie viel Unterstützung von allen Beteiligten kommen werde.

Das zeitlich befristete Insolvenzgeld für die Mitarbeiter ist bereits drei Monate lang geflossen. Die Februar-Löhne und -Gehälter zahlten die Hahn-Firmen wieder selbst, so Plathner.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 02.02.2022 berichtet.

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