Ein Flugzeug steht auf dem Vorfeld des Flughafens Saarbrücken. (Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk)

Flughafen braucht mehr Geld vom Land

mit Informatinen von Karin Mayer   02.06.2020 | 14:19 Uhr

Der Corona-Stillstand trifft den Flughafen Saarbrücken hart. Ohne Flüge fallen wichtige Einnahmen weg. Damit wird der Flughafen wieder auf höhere Zuschüsse des Landes angewiesen sein. Der Plan, schon vor 2024 ohne öffentliche Hilfen auszukommen, geht damit vermutlich nicht mehr auf.

Das Saarland wird in diesem Jahr wahrscheinlich mehr Geld für den Flughafen Saarbrücken aufwenden müssen. Das hat die Vorsitzende des Wirtschafts-Ausschusses des Landtags, Sarah Gillen, erklärt. Wie die CDU-Politikerin weiter sagte, seien alle Flughäfen wegen der Folgen der Corona-Pandemie auf Hilfen angewiesen. Deshalb erlaube die EU auch zusätzliche Unterstützung.

Das hofft auch Flughafen-Chef Thomas Schuck. Wegen der Pandemie sei über lange Zeit kein normaler Geschäftsbetrieb möglich gewesen. Er erwarte, dass das auch die EU anerkennen werde und sich vor diesem Hintergrund noch bewegen könnte. Die EU will die Beihilferichtlinien für Regionalflughäfen in diesem Jahr neu bewerten.

Flugbetrieb noch stark eingeschränkt

DAT nimmt Betrieb wieder auf
Erster Berlin-Flug nach Corona-Stillstand ab Ensheim
Seit Dienstagmorgen fliegt die dänische Airline DAT nach der coronabedingten Zwangspause wieder vom Saarbrücker Flughafen nach Berlin. Täglich außer samstags ist ein Hin- und Rückflug geplant.

Im letzten Jahr waren es laut Flughafenchef Schuck 1,6 Millionen Euro, die für das Beihilferecht relevant waren. Zinsen, Abschreibungen und Sicherheitskosten kommen da noch obendrauf. Derzeit ist der Flugbetrieb noch stark eingeschränkt. Für die Ferienzeit liegen noch wenige Buchungen vor. Der Flughafen Saarbrücken erwartet, dass zunächst Flüge nach Antalya angeboten werden können. Sie werden überwiegend von Familienrückkehrern gebucht, weniger von Sommertouristen.

Die Zuschüsse für den Flughafen Saarbrücken sind am Mittwoch Thema im Wirtschaftsausschuss des Landtages.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 02.06.2020 berichtet.

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