Rund um den Flughafen Saarbrücken (Foto: SR)

Schwaches 2018 am Saarbrücker Flughafen

  11.02.2019 | 15:44 Uhr

Im vergangenen Jahr hat der Flughafen in Saarbrücken-Ensheim deutlich weniger Passagiere gezählt als noch 2017. Vor allem die Air-Berlin-Pleite machte dem SCN zu schaffen. Noch stärkere Verluste musste der Flughafen Hahn hinnehmen. Ganz anders der Bundestrend.

Obwohl mit Air Berlin die zweitgrößte deutsche Fluglinie weggebrochen war, ist das Gastaufkommen an den deutschen Flughäfen im Jahr 2018 gestiegen. 244,3 Millionen Fluggäste waren insgesamt vier Prozent mehr als noch 2017, teilte die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen mit.

Allerdings profitierten fast ausschließlich die großen Drehkreuze wie Frankfurt oder München. Lokale Flughäfen dagegen zeigten deutliche Verluste. So zum Beispiel der Flughafen in Ensheim, der im Jahresvergleich von 2017 auf 2018 fast jeden zehnten Passagier verloren hat: Insgesamt zählte der SCN noch knapp 360.000 Fluggäste. Eingerechnet sind dabei etwa 25.000 Transitpassagiere, die in Saarbrücken nur zwischenlandeten.

Air-Berlin-Pleite riss Löcher in Flugpläne

Die negative Entwicklung hatte Ensheim schon im vergangenen November bilanziert. Flughafen-Chef Thomas Schuck sah vor allem die Air-Berlin-Pleite und damit auch den Wegfall einiger Mallorca-Verbindungen als Grund für die Misere an. Ab April soll es wieder mehr Flüge auf die Insel geben. Kurz davor, im März, schließt der SCN allerdings noch einmal für einige Wochen. Dann bekommt die Landebahn ein neues Sicherheits-Stopp-System (EMAS).

Ebenfalls schwache Fluggastzahlen verzeichnet Frankfurt-Hahn. Etwas mehr als zwei Millionen Passagiere bedeuten für den Hunsrück-Flughafen einen Einbruch von nahezu 15 Prozent. Die irische Fluglinie Ryanair hatte dort immer mehr Verbindungen abgezogen und stattdessen auf größere Flughäfen verlegt, zum Beispiel nach Frankfurt am Main oder Luxemburg-Findel. Die Nachbarn in Luxemburg übrigens melden mit über vier Millionen ein deutliches Fluggast-Plus für 2018.

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