Das Fliedner-Krankenhaus der Kreuznacher Diakonie in Neunkirchen (Foto: IMAGO / Becker&Bredel)

Klinik-Beschäftigte fordern Antworten von Diakonie

Steffani Balle / Onlineversion: Axel Wagner   18.10.2022 | 13:35 Uhr

In einem Brandbrief haben die Beschäftigten des Neunkircher Fliedner-Krankenhauses und des EVK in Saarbrücken die Diakonie scharf kritisiert. Die Geschäftsleitung halte sich nicht an die ethischen Werte. Eine Betriebsversammlung wird gefordert.

Die Beschäftigten in den beiden saarländischen Kliniken der Kreuznacher Diakonie haben einen Brandbrief an die Geschäftsleitung und den Oberbürgermeister der Stadt Neunkirchen, Jörg Aumann (SPD), geschrieben. Darin beklagen sie die unsichere Zukunft sowohl für die Beschäftigten im Fliedner-Krankenhaus in Neunkirchen als auch für die des Evangelischen Krankenhauses (EVK) in Saarbrücken.

Ethik wird nicht eingehalten

Die Mitarbeitervertretung des Fliedner-Krankenhauses erinnert an die ethischen Werte der Kreuznacher Diakonie wie Offenheit, Transparenz, Vertrauen und Wertschätzung. Nichts davon halte die Geschäftsleitung derzeit ein. Vielmehr würden die Beschäftigten in Neunkirchen seit über einem Jahr im Unklaren über die Zukunft gelassen.

Besichtigungstermine mit interessierten Trägern, die das Krankenhaus möglicherweise kaufen wollen, sähen danach aus, als dass auch die Angestellten mitverkauft werden sollten.

Betriebsversammlung wird gefordert

Ebenso gebe es noch keine Antwort auf die Frage, welche Zukunft die Beschäftigten des EVK in Saarbrücken haben, wenn der Standort in wenigen Monaten geschlossen wird. Die Mitarbeitervertretung fordert eine „überfällige“ Betriebsversammlung ein, bei der die Geschäftsleitung die Fragen der Mitarbeitenden endlich beantworten soll. Diese Antworten hätten die Mitarbeitenden verdient.

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