Peter Strobel (Foto: dpa/Oliver Dietze)

Finanzminister Strobel will mehr Hilfe für Gastronomie

  26.04.2020 | 19:45 Uhr

Der saarländische Finanzminister Peter Strobel will in der Corona-Krise weitere steuerliche Hilfen für die Gastronomie. Das geht aus einem Brief des CDU-Politikers an Bundesfinanzminister Scholz hervor. Demnach will Strobel unter anderem Gastronomen bei Geschäftsessen steuerlich entlasten.

Der saarländische Finanzminister spricht sich dafür aus, dass Unternehmen sogenannte Bewirtungsaufwendungen bis auf Weiteres in vollem Umfang geltend machen können. Davon könnten viele Gastronomen profitieren, für die Geschäftsessen ein Hauptbestandteil der Umsätze seien, so Strobel in dem Schreiben an Bundesfinanzminister Scholz.

Die Maßnahme solle die Betriebe mit Blick auf die Folgen der Corona-Ausfälle entlasten. Derzeit dürfen Bewirtungsaufwendungen aus geschäftlichem Anlass nur zu 70 Prozent den Gewinn mindern.

Mehrwertsteuersenkung auch auf Getränke?

Strobel sprach sich zudem dafür aus, den Mehrwertsteuersatz für Getränke in der Gastronomie auf sieben Prozent zu senken. Der Koalitionsausschuss in Berlin hatte zuvor bereits eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen beschlossen. Die Maßnahme gilt ab dem 1. Juli für ein Jahr.

"Ich könnte mir für die Absenkung der Mehrwertsteuer auch eine längere Laufzeit vorstellen. Es ist absehbar, dass die Beschränkungen noch eine Weile andauern werden und die Betriebe sich nur langsam erholen können", sagte Strobel. Er forderte einen "Mix Stützungsmaßnahmen", um die saarländische Gastronomie zu erhalten.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 26.04.2020 berichtet.

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