Das Gebäude der Finanzbehörden in Saarbrücken am Stadtgraben (Finanzamt und Finanzministerium) (Foto: imago images/Becker&Bredel)

Finanzamt Am Stadtgraben: Sanierung oder Umzug?

Diana Kühner-Mert   06.02.2020 | 19:21 Uhr

Das Saarbrücker Finanzamt Am Stadtgraben ist möglicherweise nicht mehr wirtschaftlich sanierbar. Das hat das Bauministerium auf SR-Anfrage mitgeteilt. Demnach wird derzeit geprüft, ob das Finanzamt mit seinen 256 Mitarbeitern am Standort bleiben kann oder umziehen muss. Auch das Gebäude des Finanzministeriums bereitet Sorgen.

Der Zustand des Finanzamts Am Stadtgraben in Saarbrücken ist äußerst marode. Eine Sanierung kommt nach Auskunft des Bauministeriums womöglich gar nicht mehr infrage. Die Bausubstanz stammt aus der Zeit kurz nach dem Krieg, ein modernes Bürogebäude ist das Finanzamt schon lange nicht mehr. Nach SR-Informationen mussten aus Gründen der Statik bereits Akten ausgelagert werden.

Video [aktueller bericht, 06.02.2020, Länge: 1:40 Min.]
Schäden am Saarbrücker Finanzamt erfordern Sanierung in Millionenhöhe

Fakt ist: Eine Sanierung wäre extrem aufwändig und teuer, das Ministerium spricht von einem zweistelligen Millionenbetrag. Möglicherweise muss also für die 256 Mitarbeiter am Stadtgraben schon bald eine neue Unterkunft gefunden werden. Wie das Bauministerium auf SR-Anfrage mitteilte, soll eine Entscheidung über Sanierung oder Umzug in der ersten Jahreshälfte fallen. Was dann mit dem denkmalgeschützten Bau passieren könnte, ist noch völlig unklar.

Sorgenfall: Finanzministerium

Finanzamt möglicherweise zu teuer zu sanieren
Audio [SR 3, Diana Kühner-Mert, 07.02.2020, Länge: 00:42 Min.]
Finanzamt möglicherweise zu teuer zu sanieren

Die nächste Baustelle steht gleich nebenan. Auch das Finanzministerium ist sanierungsbedürftig. Bausubstanz und Gebäudetechnik sind fast 60 Jahre alt, immer wieder müssen laut Bauministerium aufwändige Sicherungsarbeiten an der Fassade durchgeführt werden. Auch Teile der Konstruktion seien schadhaft. Bei der Baustelle Finanzamt drängt die Zeit besonders. Hier müsse eine Entscheidung her – auch mit Blick auf den Landeshaushalt, der durch die Großbaustelle noch einmal erheblich strapaziert werden dürfte.

Über dieses Thema berichtete der aktuelle bericht am 06.02.2020.

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