Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, bei der Delegiertenversammlung in der Kongresshalle Saarbrücken (Foto: Christopher Benkert/Landesfeuerwehrverband Saarland)

Klimawandel: Feuerwehr-Präsident fordert Umdenken

  27.10.2019 | 21:04 Uhr

Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) Hartmut Ziebs hat angesichts des Klimawandels ein Umdenken in der Politik und Investitionen in den Feuerschutz gefordert. Bei einer Delegiertenversammlung in der Saarbrücker Kongresshalle sagte er, die Wehren stünden „vor veränderten Einsatzbildern“.

Am Beispiel der steigenden Waldbrände mahnte Ziebs, man müsse nun präventiv tätig werden. „Es müssen Waldwege verbreitert, Löschmittel bereitgestellt und die Bevölkerung aufgeklärt werden“, sagte der Verbandspräsident. Es brauche wieder ein Gleichgewicht zwischen Ökologie und Waldbrandgefahr. „Wir werden den flächendeckenden Brand- und Katastrophenschutz nur dann weiter sicherstellen können, wenn wir entsprechende Kräfte haben.“

Video [aktueller bericht am Sonntag, 27.10.2019, Länge: 3:16 Min.]
Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes

Klimawandel führt zu mehr Unwettern

Der „Krisenverstärker Klimawandel“ stand im Mittelpunkt der Delegiertenversammlung, die am Samstag begonnen hatte. Marie-Luise Beck, Geschäftsführerin des Deutschen Klima-Konsortiums, verwies die 171 Delegierten auf ein instabiles Klima, das hier zu Unwettern führe. „Der Jetstream schwächelt, sodass Wetterlagen stehen bleiben und nicht weiterziehen. So wird aus einfachem Regen dann Starkregen.“

Neben Beck waren auch Saar-Ministerpräsident Tobias Hans, Innenminister Klaus Bouillon, Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt (alle CDU) und Sicherheitsdezernent Harald Schindel (Linke) eingeladen.  

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht im SR Fernsehen vom 27.10.2019 berichtet.

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