Der Schriftzug "Festo" an einem Gebäude (Foto: picture alliance / dpa | Uli Deck)

Weniger Ausbildungsplätze bei Festo

Peter Sauer   19.01.2022 | 17:49 Uhr

Der Automatisierungstechnik-Hersteller Festo plant, die Zahl der Ausbildungsstellen zu reduzieren. Betroffen sind davon auch die Standorte in Rohrbach und Wiebelskirchen. Der Gesamtbetriebsrat bei Festo und die IG Metall haben die Geschäftsführung aufgefordert, die Zahl der Ausbildungsplätze wieder zu erhöhen.

In diesem Jahr sollen an den Festo-Standorten in Rohrbach, Wiebelskirchen und am Hauptsitz in Esslingen nur noch 53 junge Menschen ausgebildet werden. Im Vergleich zu 2019 hat sich die Anzahl der Ausbildungsplätze in Deutschland nach Angaben des Gesamtbetriebsrates bei Festo damit mehr als halbiert.

So wird es im kommenden Jahr im Saarland nur noch 17 Ausbildungsplätze geben – unter anderem in den Bereichen Zerspanungsmechaniker und Mechatroniker.

Mehr Ausbildungsstellen im Ausland

Weltweit bleibe die Ausbildungszahl von rund 500 zwar konstant. Allerdings würden die Ausbildungsstellen im Ausland – zum Beispiel in China und Ungarn – zu Lasten der deutschen Standorte erhöht, sagte die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Kaja Helbig dem SR.

Mit Blick auf den Fachkräftemangel und den demografischen Wandel müsse die Geschäftsleitung schnell umsteuern, sagte Helbig – zumal die Geschäfte zuletzt wieder gut liefen.

Festo beschäftigt weltweit rund 20.000 Mitarbeiter – etwa 2600 Menschen arbeiten im Saarland.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 19.01.2022 berichtet.

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