Ende einer Ära: die saarländischen Bergleute in Ibbenbüren (Foto: SR/Yvonne Schleinhege)

Hans und Laschet würdigen Bergbau-Verdienste

mit Informationen von Karin Mayer   12.09.2018 | 13:39 Uhr

Mit einem gemeinsamen Festakt in Düsseldorf haben die Ministerpräsidenten des Saarlandes und Nordrhein-Westfalens, Hans und Laschet, die Verdienste des Steinkohlebergbaus gewürdigt. Sie warben zudem für Offenheit und Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat an die Bedeutung der Zuwanderung für den Bergbau erinnert. Bei der Festveranstaltung im nordrhein-westfälen Landtag in Düsseldorf sagte er, unter Tage habe niemand gefragt, ob der der Islam zu Deutschland gehöre. Man habe gefragt, ob man sich aufeinander verlassen könne. Es sei wichtig, auch dieses Erbe zu bewahren.

Video [aktueller bericht, 12.09.2018, Länge: 3:42 Min.]
Das Ende der Steinkohleindustrie

Tradition des füreinander Einstehens

Festakt zur Würdigung des Steinkohlebergbaus
Audio [SR 3, Karin Mayer, 12.09.2018, Länge: 03:15 Min.]
Festakt zur Würdigung des Steinkohlebergbaus

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte, der Bergbau stehe für eine Tradition des füreinander Einstehens, die bewahrt werden müsse. Bei der Festveranstaltung bedankte sich Hans für die positive Aufnahme der saarländischen Bergleute in Ibbenbüren und an der Ruhr. Das sozialverträgliche Ende des Bergbaus im Saarland sei dadurch möglich geworden.

Mit der Schließung der beiden Steinkohlebergwerke in Ibbenbüren und Prosper endet im Dezember der Bergbau in Deutschland. Im Saarland endete die Steinkohleförderung im Juni 2012. Mehrere hundert saarländische Bergleute wurden daraufhin nach Ibbenbüren versetzt.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 12.9.2018 berichtet.

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