STEAG-Kraftwerk in Völklingen-Fenne (Foto: STEAG/Pressefoto)

Kraftwerk Fenne produziert künftig Wasserstoff

Karin Mayer   18.07.2019 | 14:58 Uhr

Auf dem Gelände des Kraftwerks Fenne wird künftig Wasserstoff in industriellem Maßstab produziert. Die Anlage wird als "Reallabor" vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

Die Idee des Projekts in Fenne ist, überschüssigen Wind- und Sonnenstrom in einer Elektrolyse einzusetzen, um Wasserstoff herzustellen. Der Kraftwerksstandort bekommt dadurch eine neue Perspektive, sagte Steag-Sprecher Florian Adamek dem SR. Der Konzern habe sich das Ziel gesetzt, die Kraftwerksstandorte, die Kompetenz der Mitarbeiter und die vorhandene Infrastruktur weiter energiewirtschaftlich zu nutzen.

Video [aktueller bericht, 18.07.2019, ab Min. 14:52]
Nachrichten

Zweistellige Millionenförderung

Zukunftstechnologie für das Kraftwerk Fenne
Audio [SR 3, (c) SR/Karin Mayer, 19.07.2019, Länge: 03:00 Min.]
Zukunftstechnologie für das Kraftwerk Fenne
Mehr dazu weiß, Karin Mayer aus der SR-Wirtschaftsredaktion.

Der Wasserstoff aus Fenne soll beispielsweise eine geplante Wasserstofftankstelle in Saarbrücken versorgen. Das Gas ist aber auch interessant für die Stahlindustrie, die nach CO2-armen Technologien sucht. Steag erwartet Fördermittel des Bundeswirtschaftsministeriums in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags. Der Bau der Anlage soll im kommenden Jahr beginnen.

Projektpartner beim so genannten "HydroHub" sind Steag, Siemens, das Institut für Zukunftsenergiesysteme und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz.

Wasserstoff ein Zukunftsprojekt?

Kommentar: "Wasserstoffgewinn in Fenne: Ein Zukunftsprojekt"
Audio [SR 3, (c) SR/Karin Mayer, 19.07.2019, Länge: 01:24 Min.]
Kommentar: "Wasserstoffgewinn in Fenne: Ein Zukunftsprojekt"
Wasserstoff - zum Autofahren oder für die Industrie als Energiequelle. Das ist eine Zukunftstechnologie. Auf dem Gelände des Kraftwerks Fenne wird künftig daran gearbeitet. Dort soll Wasserstoff in einer Versuchsanlage hergestellt werden. Na endlich, sagt SR-Reporterin Karin Mayer in ihrem Kommentar.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 18.07.2019 berichtet.