Hinter einem Gitter an einem geschlossenen Restaurant stehen Stühle.  (Foto: picture alliance/dpa | Oliver Berg)

FDP und Linke fordern Öffnungsschritte für Tourismus

  13.05.2021 | 19:22 Uhr

FDP und Linke im Saarland fordern die Landesregierung auf, über Öffnungsschritte im Tourismus zu entscheiden. Grund: In den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen seien bereits in dieser Woche die ersten Öffnungen geplant.

Das "Saarland-Modell" werde gerade von den Nachbarländern in Sachen Öffnungsschritte im Tourismus überholt, klagt die Saar-FDP. Die saarländische Landesregierung müsse dringend nachziehen, "um der Branche nicht noch weiter zu schaden".

Die Tourismusregionen würden in unmittelbarem Wettbewerb um die Gäste stehen. "Es wäre fatal, wenn die saarländischen Gastgeber durch die Verzögerung der Öffnung jetzt benachteiligt werden. Die Entscheidung über einen Öffnungstermin muss jetzt fallen, damit die Betriebe mit entsprechendem Zeitvorlauf die Wiedereröffnung vorbereiten können", fordern die Liberalen.

Impfquote und Tests miteinbeziehen

"Es kann nicht sein, dass bereits über Pfingsten in Zweibrücken oder Trier Gäste in den Hotels übernachten dürfen, während die saarländischen Betriebe weiter um ihre Existenz kämpfen", sagt Angelika Hießerich-Peter, stellvertretende Landesvorsitzende der Saar-FDP.

Die Orientierung allein am Inzidenzwert dürfe nicht weiter das einzige Kriterium für die Öffnung der Betriebe sein. Die Impfquote und aktuelle negative Testergebnisse müssten gleichwertig berücksichtigt werden. Die Landesregierung müsse zudem eine Perspektive für Clubs, Diskotheken und Veranstaltungszentren schaffen.

Innenbereiche unter Auflagen öffnen

Der Fraktionsvorsitzende der Linken, Oskar Lafontaine, fordert die Landesregierung auf, die Gastronomie auch im Innenbereich auf Grundlage spezieller Hygienekonzepte wieder zu öffnen, wie das beispielsweise ab Samstag in Baden-Württemberg möglich ist.

Es sei "höchste Zeit", dass auch für das saarländische Gastgewerbe entsprechende Öffnungsschritte auf den Weg gebracht werden. "Die saarländische Gastronomie ist ein Leuchtturm unseres Landes, deshalb dürfen die saarländischen Cafés, Restaurants und das Hotelgewerbe hier nicht schlechter gestellt werden als in anderen Regionen, wobei die Beschäftigten natürlich besonders geschützt werden müssen", so Lafontaine.

Weil die weitere Corona-Entwicklung bis zu den Sommerferien noch unklar sei, seien viele Bürgerinnen und Bürger geneigt, ihren Urlaub innerhalb Deutschlands zu verbringen. Deshalb müsse die Landesregierung gezielt um Urlauber aus anderen Bundesländern werben.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 13.05.2021 berichtet.

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