Ein Kamera-Überwachungsturm (Foto: SR Fernsehen)

Fast 100 Straftaten durch Videoüberwachung aufgeklärt

  21.10.2020 | 09:48 Uhr

Seit der Einführung des Videoschutzkonzepts für die Landeshauptstadt Saarbrücken konnten fast 100 Straftaten erfasst und geahndet werden. Wie das Innenministerium mitteilte, handelt es sich dabei größtenteils um Körperverletzungen und Handel mit Cannabis oder Betäubungsmitteln.

Innenminister Klaus Bouillon (CDU) zieht eine erste positive Bilanz zum Videoschutz am Eurobahnhof und an der Johanneskirche in Saarbrücken. Seit der Einführung im August 2020 sei es damit gelungen, fast 100 Straftaten zu verfolgen und aufzuklären. Die Überwachung sei aber auch ein effektives Mittel, um Täter von kriminellen Handlungen abzuschrecken. „Ich bin überzeugt, dass die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger zukünftig durch den Videoschutz deutlich verbessert wird“, so der Innenminister.  

Am häufigsten konnten mit dem Konzept – teils gefährliche – Körperverletzungen erfasst und geahndet werden. Außerdem gab es mehrere Fälle von Cannabis- beziehungsweise Betäubungsmittelhandel. Aber auch Diebstähle, Sachbeschädigungen, Raubdelikte und Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen konnten festgestellt werden.

Kameras, Lichter und Lautsprecher

Insgesamt sind an den zwei Standorten in der Landeshauptstadt 24 Kameras im Einsatz. In der dritten Bauphasen sollen laut Innenministerium weitere 15 aufgestellt werden. Die Bilder der Überwachungskameras laufen in einer Videobeobachtungszentrale (VBZ) zusammen und werden dort 14 Tage lang gespeichert. Wenn sie danach nicht mehr benötigt werden, werden die Aufnahmen gelöscht.

Zusätzlich zu den Kameras ist der Hauptbahnhof zur Gefahrenabwehr mit mehreren starken LED-Strahlern ausgestattet, die bei Bedarf aus der VBZ angeschaltet werden können. Auch Lautsprecher sind im Einsatz, um potenzielle Täter oder Opfer direkt ansprechen zu können.

Über dieses Thema hat auch die Sendung "aktuell um 16.00 Uhr" im SR Fernsehen berichtet.

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