Eine Frau fährt mit ihren Fahrrad auf einem Radweg. (Foto: dpa/Daniel Bockwoldt)

Fahrradgipfel: Mehr Personal, aber keine neuen Gelder

Uli Hauck   15.02.2019 | 14:48 Uhr

Das Land will die Kommunen unterstützen, um das innerörtliche Radwegenetz im Saarland auszubauen und den Alltagsradverkehr zu stärken. Das ist das erklärte Ziel des ersten saarländischen Fahrradgipfels. Frisches Geld gibt's dafür aber nicht.

Mit landesweit zwei Prozent Radfahrer-Anteil am Alltagsverkehr liegt das Saarland im Bundesvergleich weiterhin auf dem letzten Platz. Auch Staatssekretär Jürgen Barke aus dem Verkehrsministerium sieht dieses Problem. Beim Radgipfel konnte er zu den bereits eingeplanten 100.000 Euro in diesem Jahr und der einen Million Euro in 2020 jedoch keine neuen Landesgelder zusagen. Man werde aber Personal einstellen, um alle Gemeinden bei ihren Fahrradkonzepten zu beraten, verspricht der SPD-Politiker.

Parkplätze sollen Radwegen weichen

Mit dem Fahrrad zum 1. saarländischen Fahrradgipfel
Audio [SR 3, Uli Hauck, 15.02.2019, Länge: 02:52 Min.]
Mit dem Fahrrad zum 1. saarländischen Fahrradgipfel

Besonders innerorts müsse etwas passieren, denn hier liege das große Potential des Fahrrads, sagt Thomas Fläschner, Landessprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. Ganz wichtig ist dabei aus seiner Sicht, dass nicht nur dort Radwege gebaut werden, wo Platz ist. Auch Parkplätze, „die große heilige Kuh hierzulande“, müssten teilweise wegfallen, um die saarländischen Innenstädte für Radfahrer attraktiver zu machen.

Auch der Vorsitzende des Saarländischen Radfahrer-Bundes, Jörg Aumann, sieht einen extremen Nachholbedarf im Saarland: Radfahrer dürften nicht länger als Exoten angesehen werden. Aktuell entstünden aber viele lokale Initiativen, die das Rad- oder E-Bike-Fahren attraktiver machen wollen.

Video [aktueller bericht, 15.02.2019, Länge: 2:58 Min.]
Radnetz: Land will Kommunen unterstützen

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 15.02.2019 berichtet.