Der Campus der Universität des Saarlandes (Foto: Pressefoto/Oliver Dietze)

Ratlosigkeit und Sorge an der Saar-Uni

Lisa-Marie Betzholz   28.09.2018 | 17:39 Uhr

Nachdem das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Exzellenzcluster für Informatik an der Saar-Uni nicht verlängert hat, herrscht dort Ratlosigkeit. Die ausbleibenden Finanzmittel bereiten große Sorgen.

Video [aktueller bericht, 28.09.2018, Länge: 2:24 Min.]
Auswirkungen des Entzugs der Excellenz-Förderung

Der Schock sitzt tief an der Saar-Uni nach dem Verlust des Exzellenzclusters. "Allein die Tatsache, dass wir nicht mehr in der Champions League der Universitäten mitspielen, ist für uns ein sehr harter Brocken", sagte Uni-Präsident Manfred Schmitt im SR-Interview. "Wir müssen alles tun, um in den nächsten Jahren wieder in diese Liga aufzusteigen."

Die Begründung, warum es diesmal nicht für eine Förderung gereicht hat, kennt die Universität noch nicht. An der Qualität der Bewerbung könne es nicht gelegen haben, glaubt Schmitt. "Es fällt mir schwer zu glauben, dass das Konzept nicht überzeugt hat, weil es in der ersten Phase überzeugt hat."

Auch wenn die aktuellen Forschungen noch die nächsten zwei Jahre gesichert sind, stehen viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor einer ungewissen Zukunft. Und nicht nur die. Laut Asta sind auch noch andere Fakultäten vom Wegfall der Fördergelder betroffen, da Fachrichtungen wie Archäologie und Philosophie enger mit der Informatik verknüpft werden sollten. Durch die fehlenden Mittel werde das jetzt schwierig, sagte der Asta-Vorsitzende Lukas Redemann.

Land soll einspringen

Die Uni blickt nun hoffnungsvoll in Richtung Landesregierung. Von dort gibt es bisher zumindest Zuspruch. Die Wissenschaftsbeauftragte Susanne Reichrath betonte, den Informatik-Schwerpunkt an der Uni weiter unterstützen zu wollen.

Die Grünen fordern von der Landesregierung konkrete Zusagen. Die Universität brauche zügig finanzielle Planungssicherheit. Darum müssten die schlimmsten Folgen aus dem Wegfall der Clusterförderung durch Landesmittel kompensiert werden. Dazu müssten die finanziellen Spielräume im kommenden Doppelhaushalt 2019/2020 genutzt werden.

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht vom 28.09.2018 berichtet.