Martin Welker  (Foto: Imago Images/Jan Hübner)

Externer Jurist soll Welker-Ansprüche prüfen

Thomas Gerber   10.03.2021 | 08:54 Uhr

Im Streit um das Millionenhonorar für den Chef der Saarbrücker Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung (GIU) Martin Welker soll ein externer Jurist hinzugezogen werden. Darauf hat sich nach SR-Informationen der GIU-Aufsichtsrat am Dienstagabend in einer Sondersitzung verständigt.

Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) soll bis zur nächsten GIU-Aufsichtsrat einen Vorschlag für einen externen Juristen machen. Zudem müsse geklärt werden, wer die GIU in der Auseinandersetzung mit Welker vertritt, da dessen Co-Geschäftsführer Michael Sponholz Ende des Monats ausscheide. Welker könne ja nicht als GIU-Geschäftsführer über Forderungen seiner eigenen Rechtsanwaltsgesellschaft verhandeln.

Welker fordert rund 2,4 Millionen Euro

Welker fordert von der GIU rund 2,4 Millionen Euro Honorar, das ihm aus seiner früheren Beratertätigkeit für die Gesellschaft zustehe. Die von ihm vorgelegten Rechnungen für die Jahre 2016 bis 2020 wurden von einer eingeschalteten Rechtsanwaltskanzlei zunächst als "nicht prüfbar" eingestuft. Auch gegenüber der Stadt hat Welker Honorarforderungen geltend gemacht, deren Höhe die Stadtverwaltung nicht beziffern wollte.

Für beide Forderungen hat Welker Anfang des Jahres Mahnbescheide erwirkt, denen sowohl die Stadt als auch die GIU widersprochen hat.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 10.03.2021 berichtet.

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