Ein Schüler läuft an zwei Tafel mit G8 und G9 beschriftet vorbei (Foto: dpa/Armin Weigel)

Kommission fordert Unterstüzung für Schulen

Uwe Jäger / Onlinefassung: Anne Staut   21.12.2017 | 08:04 Uhr

Auch 16 Jahre nach Einführung von G8 lässt die Kritik daran und die Diskussion darum nicht nach. Im Koalitionsvertrag haben CDU und SPD daher die Einrichtung einer Expertenkommission zu dem Thema vereinbart. Am Mittwoch traf die sich zu ihrer konstituierenden Sitzung im Bildungsministerium.

Rund 25 Vertreter von Gewerkschaften, Lehrer- und Elternverbänden, aber auch aus der Politik, der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft nahmen daran teil. Trotz Einladung fehlten die Landesschülervertretung und die Vertreter der Schulträger, des Städte- und Gemeindetages und des Landkreistages. Es sei ein offenes und konstruktives Gespräch gewesen, heißt es aus Teilnehmerkreisen.

Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) bat zunächst alle Teilnehmer, um eine Einschätzung der aktuellen Lage an den Schulen. Dabei haben die Probleme der Gemeinschaftsschule Bruchwiese, aber auch die Herausforderungen für die anderen Schulen im Land eine wesentliche Rolle gespielt.

Schulen müssen entlastet werden

Schnell wurde klar: Lehrer und Schulen brauchen mehr Unterstützung und Entlastung. Dafür müsse die Landesregierung mehr Geld bereitstellen.

Das nächste Treffen der Expertenkommission soll noch vor Ostern stattfinden. Dann soll es zunächst um die Gleichwertigkeit von Gemeinschaftsschulen und Gymnasien gehen.  Erst danach soll über das Thema G8/G9 an Gymnasien gesprochen werden.

Unabhängig vom Ausgang des Volksbegehrens der Elterninitiative "G9 Jetzt Saarland", das noch bis Anfang Januar läuft, soll das Thema jedoch weiter bearbeitet werden. Weitere Themen seien Schulentwicklung und Schulsozialarbeit.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau vom 21.12.2017 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja