Im Saarland gibt es wieder mehr Existenzgründer. (Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa)

Mehr Existenzgründungen im Saarland

  22.05.2020 | 12:38 Uhr

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Existenzgründer im Saarland erneut leicht gestiegen. Das geht aus Zahlen des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) hervor. In der Corona-Krise haben es viele Existenzgründer jedoch besonders schwer.

Bundesweit gab es bei der Zahl der Existenzgründungen im Jahr 2019 einen leichten Rückgang. 366.000 Gründungen gab es deutschlandweit. Im Saarland wurden 2019 insgesamt 3300 Gründungen verzeichnet. Fast jede Fünfte ging hierbei auf einen Freiberufler zurück. Sie machten 18,6 Prozent aus.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) hofft auch in der Corona-Krise auf die Gründerszene. Gerade die Beharrlichkeit und Innovationskraft von Gründern sei jetzt gefragt, teilte die Ministerin mit. Der Kampf gegen das Coronavirus werde tiefe Spuren in der Saar-Wirtschaft hinterlassen.

Gastgewerbe besonders bedroht

Dabei dürften besonders Existenzgründer im Gastgewerbe, in der Kunst, Unterhaltung und Erholungsbranche Schwierigkeiten haben, die Coronakrise zu überstehen. Denn in diesem Bereichen ist nach Angaben des IfM ohnehin die Überlebensrate besonders gering. Nur rund 36 bis 37 Prozent der Exitenzgründer aus diesen Bereichen überleben nach einer bundesweiten Statistik die ersten fünf Jahre nach der Gründung.

Um Gründern in der Corona-Krise zu helfen, hat das Bundeswirtschaftsministerium ein spezielles Hilfspaket für Start-Ups aufgelegt. Informationen zu den verschiedenen Hilfsangeboten für Gründer gibt es auf: https://www.getstarted.de/corona-hilfe-bund.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 22.05.2020 berichtet.

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