Weltkulturerbe Völklinger Hütte (Foto: SR)

Haftpflichtversicherung in Causa Baldauf eingeschaltet

mit Informationen von Thomas Gerber   14.06.2019 | 20:00 Uhr

Im Fall des Ex-Geschäftsführers des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, Manfred Baldauf, ist jetzt die Haftpflichtversicherung eingeschaltet worden. Es geht um 150.000 Euro Gehaltsfortzahlung, auf die man sich in einem Vergleich geeinigt hatte.

Rechtsstreit mit Ex-Geschäftsführer
Formfehler kostet Weltkulturerbe 150.000 Euro [13.06.2019]
Ein Formfehler bei der Kündigung ihres Ex-Geschäftsführers Baldauf kommt die das Weltkulturerbe Völklinger Hütte teuer zu stehen. Vor Gericht einigten sich beide Seiten auf einen Vergleich. Demnach muss die Gesellschaft rund 150.000 Euro an den früheren FDP-Landtagsabgeordneten zahlen.

Nach Kritik des Rechnungshofes an Doppelstrukturen war Baldauf 2015 gekündigt worden. Strittig blieb, ob er seine Kündigung auch schriftlich erhielt. Die damalige Aufsichtsratschefin Anke Rehlinger (SPD) hatte gesagt, ihr Fahrer habe die Kündigung persönlich bei Baldaufs Sekretärin abgegeben. Baldauf bestreitet das. In einem Vergleich einigte man sich auf die Zahlung von 150.000 Euro an Baldauf.

Diese Summe könnte jetzt von der Haftpflichtversicherung beglichen werden. Laut Bildungsministerium schützt diese auch den Aufsichtsrat der Völklinger Hütte vor Kapitalschäden – und damit auch dessen Ex-Chefin Rehlinger.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 14.06.2019 berichtet.

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