Mikroplastik-Teilchen, die am Ufer eines Flusses gefunden wurden. (Foto: dpa)

EVS will Mikroschadstoffe im Wasser untersuchen

  22.12.2020 | 11:51 Uhr

Unter Federführung des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) startet im Januar ein Projekt, bei dem Mikroschadstoffe in Gewässern der Großregion untersucht werden sollen. Mit dem „CoMinGreat“ genannten Vorhaben soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Luxemburg, der Wallonie und Lothringen ausgebaut werden.

Als Ziel des Projektes nennt der EVS in einer Mitteilung, vorhandenes Wissen zu bündeln, die Belastung der Gewässer zu reduzieren und ihren Schutz in der Großregion umfassend und nachhaltig zu verbessern. „CoMinGreat“ steht für „competence platform for micro-pollutants in the greater region“.

Tests von Reinigungsverfahren

Zuerst soll für das Projekt eine digitale Informationsplattform zu Mikroschadstoffen und Reinigungsverfahren aufgebaut werden. Außerdem will der EVS die Wirkung weitergehender Reinigungsstufen auf die Gewässerbelastung untersuchen (Stoffflussmodellierung).

Die Kläranlage in Bliesen erhält eine mobile Versuchsanlage, um verfügbare Verfahrenstechniken zu erproben, wo schon bereits bekannte als auch neu entwickelte Verfahren mit Bodenfiltern aus natürlichem Material und einem Spezialsubstrat aus Aktivkohle zum Einsatz kommen sollen.

1,2 Mio. Euro Förderung

Gefördert wird das Projekt im Rahmen des EU-Programms Interreg VA Großregion mit 1,2 Millionen Euro. Dazu kommen 800.000 Euro von den Umweltministerien der Länder und der Projektpartner. Neben dem EVS sind die TU Kaiserslautern, die Universitäten Luxemburg und Lorraine und das belgische Forschungszentrum zur Wasserwirtschaft Cebedeau beteiligt.

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