Ehemaliges Gelände Kraftwerk Ensdorf (Foto: SR)

Verhandlungen für Ensdorfer Biomassezentrum gescheitert

Niklas Resch   08.04.2019 | 18:02 Uhr

Das geplante EVS-Biomassezentrum wird nicht wie geplant auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks Ensdorf gebaut. Wie der Entsorgungsverband Saar mitteilte, sind die Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer, dem Energieversorger VSE, gescheitert.

Kollegengespräch: "Die Geländeerschließung wäre zu teuer geworden"
Audio [SR 3, Kollegengespräch: Renate Wanninger/Niklas Resch, 08.04.2019, Länge: 01:53 Min.]
Kollegengespräch: "Die Geländeerschließung wäre zu teuer geworden"

Das Gelände in Ensdorf wäre letztendlich zu teuer geworden, damit begründet der Entsorgungsverband Saar (EVS) das Aus für den Standort. Nach Angaben beider Unternehmen hätte die Erschließung des Standorts außerdem zu lange gedauert. Und die Zeit drängt: Denn bis das neue Biomassezentrum im Saarland fertig ist, muss der Biomüll weiterhin mit dem Lastwagen nach Frankreich oder in andere Bundesländer gebracht werden. Das sind pro Jahr immerhin rund 60.000 Tonnen.

Wie der EVS-Geschäftsführer Michael Philippi dem SR mitteilte, prüft der Entsorgungsverband derzeit zwei andere Standorte – das soll in spätestens einem halben Jahr abgeschlossen sein. Nach derzeitigen Planungen soll das Biomassezentrum im Frühjahr 2022 seinen Betrieb aufnehmen und damit ein Jahr später als geplant. In der Anlage sollen Abfälle aus den saarländischen Biotonnen und Teile des saarländischen Grünschnitts zu Kompost und Energie umgewandelt werden. Dafür waren zuletzt Investitionen von rund 40 Millionen Euro geplant.

Video [aktueller bericht, 08.04.2019, Länge: 2:53 Min.]
Verhandlungen zum Standort des EVS-Biomassezentrums sind gescheitert

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau vom 08.04.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen