Kraftwerk Ensdorf  (Foto: SR)

Ensdorfer Biomassezentrum kommt später

Niklas Resch / Onlinefassung: Axel Wagner   13.03.2019 | 20:36 Uhr

Der Bau des geplanten EVS-Biomassezentrums in Ensdorf verzögert sich. Das hat der Entsorgungsverband Saar auf SR-Anfrage bestätigt. Demnach wird noch mit dem Grundstückseigentümer, der VSE, verhandelt. Dies sei schwieriger als erwartet.

Bauverzögerungen beim Biomassezentrum
Audio [SR 3, (c) SR, 13.03.2019, Länge: 00:45 Min.]
Bauverzögerungen beim Biomassezentrum

Eigentlich sollte das Biomassezentrum in zwei Jahren den Betrieb aufnehmen. Wie lange sich das nun verzögert, ist nach Angaben des EVS noch nicht abzuschätzen. Details zu den Verhandlungen wollten weder EVS noch VSE nennen. Nach SR-Informationen geht es unter anderem darum, wer die Erschließungskosten für das Gelände am Kraftwerk Ensdorf zahlt, also für Kanäle, Leitungen und Straßen.

In dem Zentrum sollen Abfälle aus den saarländischen Biotonnen und Teile des saarländischen Grünschnitts zu Kompost und Energie umgewandelt werden. Dafür sind Investitionen von rund 40 Millionen Euro geplant. Derzeit muss der Biomüll außerhalb des Saarlandes verwertet werden. Die rund 60.000 Tonnen Biomüll pro Jahr werden laut EVS mit Lastwagen nach Frankreich oder in andere Bundesländer gebracht.

Über dieses Thema hat auch SR 3 Der Feierabend vom 13.03.2019 berichtet.

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