Flagge der Europäischen Union (Foto: pixabay/GregMontani)

Kein Europaminister-Beschluss zu Moria

Carolin Dylla   10.09.2020 | 16:30 Uhr

Nach dem Großbrand im griechischen Flüchtlingslager Moria wollen mehrere EU-Länder Minderjährige von dort aufnehmen. Beim Europaministertreffen in Perl fiel dagegen kein gemeinsamer Beschluss zu Moria.

Die Lage in Moria sei dramatisch, sagte der saarländische Europaminister Peter Strobel (CDU). Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat inzwischen angekündigt, das Saarland sei bereit, Geflüchtete aus Moria aufzunehmen.

Strobel forderte eine einheitliche Linie auch unter den Bundesländern, dann werde sich niemand seiner Verantwortung entziehen können. Diese einheitliche Linie aber gibt es bisher nicht.

Kein Beschluss gefasst

Das zeigt auch die Tatsache, dass die Europaministerkonferenz keinen gemeinsamen Beschluss zu Moria zustande gebracht hat - weil die unionsregierten Länder sich nicht auf eine Linie festlegen können, heißt es.

Gerry Woop, Europa-Staatssekretär in Berlin, nennt das "bedauerlich". Offenbar falle es der CDU/CSU-Seite noch zu schwer, die Bereitschaft vieler Kommunen und Länder zur Aufnahme ernst zu nehmen, sagte der Linken-Politiker.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 10.09.2020 berichtet.

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