Ein Roboter, der Violine spielt. (Foto: dpa)

Europäischer KI-Verband gegründet

Karin Mayer   17.04.2019 | 07:16 Uhr

Rund 250 europäische Forschungseinrichtungen für Künstliche Intelligenz haben sich zusammengeschlossen und einen Verband der KI Institute CLAIRE gegründet. Einer der Initiatoren ist der wissenschaftliche Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz in Saarbrücken, Prof. Philipp Slussalek. Dem SR sagte er, Ziel sei es, eine gemeinsame europäische KI-Strategie zu entwickeln.

Durch den Zusammenschluss sei es möglich, größere Forschungsprojekte mit EU-Mitteln zu finanzieren. China und die USA investierten derzeit erhebliche Milliardensummen in die KI-Forschung. Europa müsse bei der Entwicklung eigene Wege gehen.

DFKI-Sprecher Reinhard Karger sagte, CLAIRE sei die Chance, in der KI-Forschung europäische Werte durchzusetzen. Ähnlich wie bei der europäischen Datenschutzverordnung müsse Europa auch bei der Nutzung von KI klare Vorgaben machen. Die Technologie müsse dem Menschen nutzen, sie dürfe nicht zu Überwachung und Kontrolle führen. 

Künstliche Intelligenz europäisch denken
Audio [SR 2, Jochen Marmit / Dagmar Scholle, 17.04.2019, Länge: 04:11 Min.]
Künstliche Intelligenz europäisch denken
SR-Wissenschaftsjournalistin Dagmar Scholle hat Gründungsmitglied Prof. Dr. Philipp Slussalek anlässlich der Eröffnung des Saarbrücker Büros des Claire-Netzwerkes getroffen.

Das Büro von CLAIRE Deutschland wurde am Dienstag in Saarbrücken eröffnet. Die Abkürzung steht für Confederation of Laboratories for Artificial Intelligence Research in Europa. Die Initiative hat bereits über 2800 Unterstützer. 

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau vom 17.04.2019 berichtet.

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