Europaflagge weht im Wind (Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)

Arbeitskammer für ein gerechtes Europa

  02.05.2019 | 15:53 Uhr

Am 26. Mai findet die Europawahl statt. Um die Wichtigkeit dieser Wahl und die Bedeutung Europas für das Saarland hervorzuheben, hat die Arbeitskammer 17 Thesen verfasst.

Offene Grenzen, eine einheitliche Währung oder die Freizügigkeit auf dem Arbeitsmarkt: Für viele Saarländer ist Europa inzwischen alltäglich geworden. Doch die Grundwerte Europas sind laut der Arbeitskammer in Gefahr. „Was für uns längst selbstverständlich ist, wird von rechten Strömungen in Europa massiv sabotiert. Wir stehen für ein solidarisches Europa. Ein Europa der offenen Grenzen und sozialen Gerechtigkeit“, betont Thomas Otto, Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer.

Um die Menschen von der Wichtigkeit Europas und der anstehenden Wahl zu überzeugen, hat die Kammer 17 Thesen verfasst. Neben der Möglichkeit ohne Passkontrollen in EU-Länder zu reisen, hebt die Arbeitskammer auch den europäischen Binnenmarkt hervor, also den freien Verkehr von Waren und Dienstleistungen.

Europa wichtigster Handelspartner

Der sei für die saarländische Industrie von großer Bedeutung und sichere Arbeitsplätze. Aktuelle Zahlen belegen das: So wurden 2017 nach Angaben des Statistischen Amts Waren im Wert von rund 16,6 Milliarden Euro exportiert. Rund drei Viertel davon gingen in europäische Länder. Auch der Euro mache als gemeinsame Währung das Leben vieler Saarländer einfacher.

Mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt die EU laut der Arbeitskammer zudem eine aktive Arbeitsmarktpolitik. So erhält das Saarland für die Förderperiode 2014 bis 2020 rund 74 Millionen an Geldern für die berufliche Förderung von Jugendlichen, Arbeitslosen und älteren Arbeitnehmern.

Die Europawahl findet zusammen mit der Kommunalwahl am 26. Mai statt. Laut aktuellen Umfragen können rechtspopulistische Parteien mit deutlich mehr Sitzen im EU-Parlament rechnen.

Artikel mit anderen teilen