Trinkhalme (Foto: Pixabay/moritz320)

Einigung über Verbot von Einweg-Plastik

mit Informationen der dpa   19.12.2018 | 11:11 Uhr

In der Europäischen Union sollen künftig Einweg-Artikel aus Plastik verboten werden. Darauf haben sich Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten geeinigt. In Kraft treten sollen die Änderungen voraussichtlich in zwei Jahren.

Das Verbot soll für Plastikteller, Trinkhalme und andere Wegwerfprodukte aus Plastik gelten, für die es bezahlbare Alternativen gibt. Die Menge an Lebensmittel-Verpackungen und Trinkbechern soll mit Reduktionszielen zurückgedrängt werden. Ziel der EU ist es, die großen Massen Plastikmüll in der Umwelt und in den Weltmeeren zu verringern sowie den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern.

Leinen fordert weitere Verbote

„Europa setzt der Plastikflut in den Supermarktregalen sowie den Gewässern und den Meeren etwas entgegen“, sagte der saarländische Europaabgeordnete Jo Leinen (SPD). Die EU reagiere auf ein globales Problem und wolle Verbraucherinnen und Verbraucher durch bessere Produkte unterstützen. „Die Vermüllung der Meere ist akut, schnelles Handeln ist gefragt. Parlament und nationale Regierungen haben einen Sprint hingelegt, um zügig einheitliche Regeln für Europa zu verabschieden.“

Das Verbot von Einweg-Artikeln aus Plastik soll nur ein Anfang sein. Der nächste Schritt müsse sein, Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmitteln EU-weit zu verbieten, fordert Leinen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 19.12.2018 berichtet.

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