Eine Frau hält sich vor einem nahenden Lastwagen die Ohren zu.  (Foto: dpa/Axel Heimken)

Zu hohe Lärmbelastung in Webenheim

Niklas Resch   29.05.2019 | 08:52 Uhr

In Blieskastel-Webenheim ist es in der Hauptstraße lauter als es EU-Lärmschutzrichtlinien erlauben. Das haben private Messungen des Lärmgutachters Joachim Götz ergeben. Demnach treiben vor allem Lkw den Lärmpegel in die Höhe.

In Spitzen so laut wie an der Saarbrücker Stadtautobahn – und das im 2000-Einwohner Stadtteil Webenheim. Vor allem große Lastwagen treiben den Lärmpegel in der engen Ortsdurchfahrt in die Höhe, auch nachts. Die jetzt gemessenen Werte sind deutlich höher als im Lärmaktionsplan der Stadt Blieskastel angegeben. Diese Werte stammen allerdings nicht aus Messungen, sondern wurden mithilfe von Verkehrsmodellen berechnet. Das ist auch in anderen saarländischen Kommunen so.

Video [aktueller bericht, 29.05.2019, Länge: 3:19 Min.]
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Tempo 30 oder komplettes Lkw-Verbot?

Rund 40 Anwohner waren zu einer Infoveranstaltung am Dienstag im Dorfgemeinschaftshaus Webenheim gekommen. Sie berichteten von Rissen in ihren Häusern und von Erschütterungen, die Möbel wackeln lassen. Der Tenor: Die Belastung durch die Lkw muss jetzt verringert werden – entweder durch Tempo 30 oder am besten durch ein komplettes Lkw-Verbot.

Webenheim leidet unter LKW-Verkehr
Audio [SR 3, (c) Niklas Resch, 29.05.2019, Länge: 03:18 Min.]
Webenheim leidet unter LKW-Verkehr

Ortsvorsteher Matthias Krey (SPD) kündigte an, Lärmschutzmaßnahmen mit der Stadt Blieskastel zu besprechen. Vielleicht könne man sogar auf EU-Ebene tätig werden und dort darauf drängen, dass die Umgebungslärmrichtlinie auch eingehalten wird.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 29.05.2019 berichtet.

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