Pingusson Bau in Saarbrücken (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Erster Kulturgipfel ohne große Lösung

Barbara Grech   11.06.2020 | 11:24 Uhr

Beim ersten saarländischen Kultugipfel drehte sich am Mittwoch alles um die schwierige Lage vieler Kulturschaffender angesichts der Corona-Krise. Kulturministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) hatte 35 Vertreter von Kulturinstitutionen, Städten und Gemeinden geladen, um über die Situation zu beraten.

Schon vor der Krise waren die Rahmenbedingungen für Künstler im Saarland schlecht: unterfinanziert und ohne eine landesweite Infrastruktur. Die große Lösung für die schwierige Lage wurde beim ersten Kulturgipfel im Saarbrücker Pingusson-Bau nicht gefunden. Es wurde eine Bestandsaufnahme gemacht und Netzwerke wurden geknüpft. Man will sich gegenseitig helfen.

Video [aktueller bericht, 12.06.2020, Länge: 2:56 Min.]
Ergebnisse des Kulturgipfels

Verpflichtend statt freiwillig

Zusammenkommen, jammern und Hilfe zur Selbsthilfe diskutieren
Audio [SR 2, Barbara Grech, 12.06.2020, Länge: 03:26 Min.]
Zusammenkommen, jammern und Hilfe zur Selbsthilfe diskutieren

Aber es wurden auch Forderungen formuliert. So soll das Kulturangebot der Städte und Gemeinden, das bislang als freiwillige Leistung gilt, künftig verpflichtend sein. Bislang konnten die Gelder von den Kommunen gestrichen werden.

Außerdem will man eine Lobby gründen, die die Poltik auffordert, Kultur ebenso zu behandeln wie Wirtschafts- oder Infrastruktur-Politik. Ministerin Streichert-Clivot kündigte an, künftig ein bis zwei Mal im Jahr solch einen Kulturgipfel stattfinden zu lassen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 11.06.2020 berichtet.

0 Kommentare

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja