Mädchen langweilt sich zuhause. (Foto: dpa)

Kinder und Jugendliche sorgen sich um Familie und Freunde

mit Informationen von Patrick Wiermer   25.02.2021 | 17:13 Uhr

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sorgen sich um ihre Freundschaften und haben Angst ihre Familienmitglieder mit dem Coronavirus anzustecken. Das geht aus dem Kinder- und Jugendbericht hervor, dessen erste Ergebnisse die saarländische Sozialministerin Monika Bachmann (CDU) vorgestellt hat.

Erste Ergebnisse des Kinder- und Jugendberichts
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 25.02.2021, Länge: 03:02 Min.]
Erste Ergebnisse des Kinder- und Jugendberichts

Neben den eingeschränkten sozialen Kontakten während der Corona-Pandemie sorgen sich die jungen Menschen auch um ihre Zukunft. 1700 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene wurden zwischen September und November 2020 befragt. Vertreten waren vor allem die Klassen acht bis zwölf - zum allergrößten Teil aus Gymnasien und Berufsschulen.

54 Prozent der Befragten hält die Corona-Maßnahmen für richtig. 19 Prozent hält die Gefahr von Corona für überschätzt. Negativ beurteilen viele das Homeschooling. Die meisten der Befragten sagten, dass sie zuhause weniger gelernt hätten. Trotzdem wünschen sich die meisten mehr digitalen Unterricht. Digitalen Überdruss gibt es hingegen bei der Internetnutzung, bei den sozialen Medien und bei Videospielen, hier wollen 40 Prozent die Bildschirmzeit reduzieren.

Großregion ein Fremdwort

Die jungen Saarländerinnen und Saarländer zeigen sich in dem Bericht empathisch und sozial engagiert: Mehr als die Hälfte will Menschen helfen, denen es schlechter geht. Wichtig sind ihnen gute Arbeit, der Klimawandel und eine gesunde Umwelt. Sie sind zudem weltoffen und gleichzeitig heimatverbunden. Die jungen Menschen haben ein differenziertes Bild von der Demokratie: Nur die Hälfte hält sie uneingeschränkt für die passende Staatsform, aber fast drei Viertel möchte bei allen Entscheidungen mitreden dürfen.

Mit der Großregion können sie nicht viel anfangen: Zwei Drittel kannten diesen Begriff gar nicht - ein Dämpfer für die Frankreich-Strategie der Landesregierung, auch weil es die Hälfte der jungen Saarländerinnen und Saarländer für keine gute Idee hält, Deutsch und Französisch zu sprechen. Nach den Sommerferien soll der endgültige Kinder- und Jugendbericht erscheinen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 25.02.2021 berichtet.

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