Quarantäne wegen Covid-19 (Foto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa)

Knapp 8,6 Millionen Euro wegen Quarantäne erstattet

  27.04.2021 | 11:16 Uhr

Im Saarland sind knapp 8,6 Millionen Euro an Entschädigungen wegen Verdienstausfällen durch angeordnete Quarantäne ausgezahlt worden. Darauf hat das Gesundheitsministerium hingewiesen. Über 90 Prozent der bearbeiteten Anträge seien positiv beschieden worden.

Seit März 2020 können Bürger, die in Quarantäne geschickt wurden oder ein Tätigkeitsverbot auferlegt bekommen haben, vom Staat eine Entschädigung für Verdienstausfälle erhalten. Im Saarland sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums seitdem fast 15.000 Anträge eingegangen. Knapp 11.000 seien bereits bearbeitet und rund 10.000 positiv beschieden worden. Insgesamt wurde eine Summe von 8.577.970 Euro ausgezahlt.

Behördliche Anordnung nötig

Um Entschädigung für Verdienstausfälle bei Quarantäne oder Tätigkeitsverbot zu erhalten, müssen diese laut Ministerium vom Gesundheitsamt oder einer anderen zuständigen Stelle angeordnet worden sein. Darüber hinaus können erwerbstätige Personen eine Entschädigung für ihren Verdienstausfall erhalten, wenn Einrichtungen zur Betreuung von Kindern, Schulen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen von der zuständigen Behörde wegen Infektionsgefahr geschlossen wurden und keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit sichergestellt werden kann.

Um die Bearbeitung der Anträge zu beschleunigen, sollten sie laut Gesundheitsministerium möglichst über das Online-Portal www.ifsg-online.de gestellt werden. Dort fänden sich auch alle notwendigen Informationen. Anträge in Papierform verlangsamten hingegen die Bearbeitung.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 27.04.2021 berichtet.

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