Eiffelturm in Paris (Foto: dpa)

Saarlandbüro in Paris eröffnet

Sabine Wachs / Onlinefassung: Kathrin Dauenhauer   29.03.2016 | 20:30 Uhr

Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer hat am Dienstag in Paris das Saarlandbüro eröffnet. Im Anschluss traf sich die CDU-Politikerin in Clichy-sous-Bois mit verschiedenen Integrationsinitiativen. Die Niederlassung in der französischen Hauptstadt ist Teil der Frankreichstrategie des Saarlandes.

Mit dem Büro soll der Kontakt zu Wirtschaft, Politik und Kultur ausgebaut werden. Nach Angaben des Finanzministeriums ist das Büro "eine der Haushaltslage des Landes angemessene Lösung". Anders als das 2003 geschlossene kostspielige "Maison de la Sarre" ist die neue Niederlassung eine Art Bürogemeinschaft. Sie ist in den Räumen der Landesbank Saar im 8. Arrondissement untergebracht.

Durch die Präsenz des Landes in der französischen Hauptstadt will Finanzminister Stephan Toscani die Wege zwischen der saarländischen und französischen Politik verkürzen. Außerdem erhofft sich Toscani einen lebendigeren Austausch zwischen wirtschaftlichen und kulturellen Entscheidungsträgern aus Frankreich und Deutschland.

Saarland-Netzwerk gründen

Das saarländische Büro in Paris ist Teil der Frankreichstrategie des Landes. Vom Pariser Büro aus sollen unter anderem Ausstellungen, Diskussionsforen und Lesungen geplant werden. Zudem soll ein Saarländer-Netzwerk in der französischen Hauptstadt gegründet werden. Die Leitung des Büros übernimmt die derzeitige Referatsleiterin im saarländischen Europaministerium, Anne Funk. Ob das Konzept des Saarlandbüros in Paris aufgeht, soll nach zwei Jahren geprüft werden.

Kramp-Karrenbauer in Clichy-sous-Bois

Nach der Eröffnung des Saarlandbüros besuchte Kramp-Karrenbauer gemeinsam mit Ericka Bareigts, der französischen Staatssekretärin für tatsächliche Gleichstellung, Clichy-sous-Bois. Dort traf sie sich mit Bürgermeister Olivier Klein, Vereinen sowie Initiativen zur Förderung des Zusammenhalts in der Gesellschaft und informierte sich über über die Fortschritte von Integrationsmaßnahmen. Clichy-sous-Bois, als sozialer Brennpunkt bekannt, war in den vergangenen Jahren immer wieder im Zentrum von Unruhen und Revolten.

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