Ein Fläschchen Moderna-Impfstoff (Foto: picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst)

Erneut knapp 100.000 Impfungen im Saarland

Thomas Braun   20.12.2021 | 11:47 Uhr

Nach dem Impfrekord vor zwei Wochen sind in der vergangenen Woche im Saarland erneut knapp 100.000 Menschen geimpft worden. Mit einer Booster-Quote von nun 37,1 Prozent liegt das Saarland bundesweit nach wie vor an der Spitze.

Im Saarland sind in der vergangenen Woche 99.435 Impfungen durchgeführt worden - und damit noch einmal gut 300 mehr als eine Woche zuvor. Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts hervor. Da hierunter allerdings mehr Erst- und Zweitimpfungen waren, gab es bei den Auffrisch-Impfungen einen leichten Rückgang. Sie machten mit knapp 87 Prozent aber nach wie vor den größten Anteil aus.

60 Prozent der älteren Menschen geboostert

Damit sind mittlerweile 37,1 Prozent der saarländischen Gesamtbevölkerung geboostert. Von den über 60-Jährigen haben sogar schon fast 60 Prozent ihre Auffrisch-Impfungen erhalten.

Bundesweit sind 31,5 Prozent der Bevölkerung geboostert - die Quoten schwanken je nach Bundesland zwischen 24,9 Prozent in Sachsen und 34,5 Prozent in NRW, dem Bundesland mit der zweithöchsten Quote nach dem Saarland.

Hälfte der Bevölkerung zum Jahresende geboostert?

Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass bis Ende des Jahres insgesamt rund 500.000 eine Booster-Impfung erhalten haben. Zwar schließen die Impfzentren über die Feiertage, in den Tagen davor und danach sind aber noch tausende freie Termine verfügbar, insbesondere in den Impfzentren in Büschfeld und Saarbrücken.

Zudem starten heute neue mobile Impfaktionen in Saarlouis, bei der PÄDSACK am Saarbrücker Wackenberg und in Merchweiler.

Und natürlich laufen die Impfungen in vielen Arztpraxen weiter, die bislang der Motor der Booster-Kampagne sind. Auch in der vergangenen Woche hatten die niedergelassenen Ärzte mehr als 70 Prozent der Impfungen im Saarland durchgeführt.

Unklarheit über Liefermengen ab Januar

Unklar ist aber, wie es im neuen Jahr weitergeht. Geht man von einer Wartezeit von fünf Monaten zwischen Zweit- und Drittimpfung aus, kämen laut Gesundheitsministerium bis Ende Januar insgesamt 660.000 Menschen im Saarland für eine Auffrisch-Impfung in Frage - also noch einmal 160.000 Personen zusätzlich zu denen, die bis Jahresende geimpft werden könnten. Bis Ende März wären es dann nur noch weitere 16.000 Menschen.

Vom Bund gebe es bisher allerdings keine Informationen, welche Impfstoffmengen ab Januar geliefert werden können, teilte das Ministerium auf SR-Anfrage mit. Es ist daher noch nicht abzusehen, ob das hohe Impftempo der vergangenen Wochen beibehalten werden kann.

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