Windkraftanlage (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Saarland Schlusslicht bei Erneuerbaren Energien

Peter Sauer   27.11.2019 | 08:01 Uhr

Das Saarland belegt beim Ausbau der Erneuerbaren Energien im Vergleich aller Bundesländer den letzten Platz. Eine der Ursachen ist offenbar die energieintensive Stahlbranche im Saarland.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) stellt der Landesregierung bei der Energiewende ein schlechtes Zeugnis aus. Besondere Schwächen attestieren die Forscher unter anderem in den Bereichen Programmatik und Engagement. Der Anteil der Erneuerbaren am Endenergieverbrauch sei zudem nach wie vor gering.

Video [aktueller bericht, 27.11.2019, Länge: 3:01 Min.]
Saarland mit der roten Laterne im Bereich Erneuerbare Energien

Stahlindustrie verantwortlich für Stromverbrauch

Rehlinger sieht das Saarland bei erneuerbaren Energien gut aufgestellt
Audio [SR 3, (c) SR, 27.11.2019, Länge: 02:34 Min.]
Rehlinger sieht das Saarland bei erneuerbaren Energien gut aufgestellt

SPD-Energieministerin Anke Rehlinger verwies darauf, dass sich die Studie in weiten Teilen auf Zahlen aus dem Jahr 2017 bezieht. Bei den aktuellsten Zahlen würde der Anteil der Erneuerbaren Energien im Saarland höher sein. Zudem sei das Saarland als Industriestandort auf eine sichere Energieversorgung angewiesen. So sei beispielsweise die energieintensive Stahlindustrie für einen großen Teil des Stromverbrauchs verantwortlich. Es gehe darum, die Energiewende voran zu treiben, aber gleichzeitig müsse es auch weiter gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft geben.

Die Auswertung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung basiert auf insgesamt 61 Faktoren. Beispielsweise politische Zielsetzungen, Förderprogramme oder der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch.


Video [aktueller bericht, 27.11.2019, Länge: 3:36 Min.]
Interview mit Prof. Dr. Uwe Leprich zum Ausbau der Erneuerbaren Energien


Kollegengespräch: "Die Studien-Autoren haben es sich da ein bisschen leicht gemacht"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Dorothee Scharner / Karin Mayer, 27.11.2019, Länge: 03:17 Min.]
Kollegengespräch: "Die Studien-Autoren haben es sich da ein bisschen leicht gemacht"



Prof. Uwe Leprich zur deutschen Umweltpolitik
"Da stinkt der Fisch vom Kopf her"

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau vom 27.11.2019 berichtet.

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